Was kommt dabei heraus, wenn du einen Waldläufer und einen Elben-Geist kombinierst? Genau das erfahrt ihr bei „Mittelerde: Mordors Schatten“. Aber auch, was ein Assassin und Batman damit zu tun haben.

 

Xbox One Review von Roy

 

Story: Mensch fusioniert mit elben-Geist und sinnt auf Rache

 

Die Story um „Mittelerde: Mordors Schatten“ ist eigentlich sehr einfach erklärt. Denn ihr seid ein Waldläufer in der von J.R.R. Tolkien erfundenen Welt von Mittelerde. Genauer gesagt seid ihr Talion, ein Menschen- Waldläufer, der Wache am „Schwarzen Tor“ von Mordor hält. Mit euch ist eure Frau und euer Sohn. Dieser wird auch zur Wache ausgebildet und möchte in eure Fußstapfen treten. Ihr habt hier ein recht ruhiges Leben. Bis auf den Moment, als die dunklen Kräfte um Sauron das Schwarze Tor angreifen. Ihr versucht verzweifelt dagegen anzukommen, doch ihr unterliegt der schieren Maße und Stärke der Gegner. Ihr und eure Familie werden getötet. Doch bevor ihr vollkommen sterbt, errettet euch ein Geist und verbindet sich mit euch.

Als ihr wieder zu euch kommt, ist die Wache um das Tor gefallen und es wimmelt von Orks und Uruks. Die Wachen und Menschen, die hier lebten, sind geflohen oder haben sich versteckt. Nun ist es an euch das Gebiet wieder zu befreien und Rache an der „Schwarzen Hand“ zu üben.

Im Laufe der Story erfahrt ihr auch noch mehr über den Geist und um einige Helfer, die euch unterstützen werden. Doch wenn ich hier weiter erzähle, spoiler ich euch viel zu sehr.

 

Ghost

 

Gameplay: Batman und Assassins Creed in anderem Design?

 

Das Gameplay lässt sich bei „Mittelerde: Mordors Schatten“ auch sehr einfach erklären. Da hier einige Spiele ihren Einfluss hinterlassen. Was euch in den ersten Minuten auch schon klar wird. Dafür müsst ihr nur die Karte anschauen und euren Startpunkt. Da ihr auf einem „Geister Turm“ startet von dem ihr sehr beeindruckend herunter springen könnt. Diese Türme sind auf der Karte verteilt und ihr könnt sie in der Ferne meist auch schon sehen. Auf diese Türme müsst ihr hochklettern und sie aktivieren um mehr auf der Karte zu sehen. Auch dienen sie als Schnellreisefunktion. Nach eurem Tod startet ihr an dem nächsten Turm in eurer Nähe. Bekommt ihr auch gerade das Gefühl, dass hier ein Assassine schon vor euch war?

 

Der Kampf gestaltet sich sehr einfach von der Steuerung, da ihr eigentlich nur eine Taste braucht, um auf eure Feinde einzuschlagen. Ihr braucht nicht mal ein besonders gutes Timing dafür, da euer Held automatisch den nächsten Feind angreift und mit dem Schwert zuschlägt. Mehr Tasten bräuchtet ihr eigentlich nicht. Doch könnt ihr über eure Feinde springen, sie betäuben und auch Angriffe kontern. Wenn ihr genug Treffer gelandet habt und nicht selbst getroffen wurdet, dürft ihr einen Besonderen Angriff durchführen. So könnt ihr dann gleich einen Gegner ausschalten oder eine große Gruppe betäuben. Klingt alles sehr einfach und ist es eigentlich auch. Aber hört ihr auch gerade irgend eine Fledermaus?

 

Aber nichts wären Türme und Kämpfe ohne die passende Aufgaben!

Daher habt ihr auf der Karte immer einige Hauptmissionen, die euch die Story weiter erzählen und auch einige neue Begleiter vorstellen. Auch bekannte Gesichter werdet ihr wieder treffen. So schleicht Gollum wieder durch das Spiel, der ja in keinem „Herr der Ringe“ Spiel fehlen darf. Genau so wie die Nebenmission, die überall auf der Karte verteilt sind. Diese helfen euch, eure Ausrüstung zu verbessern und einige neue Fähigkeiten freizuschalten. Auch hier komme ich mir vor als hätte ich das schon mal gesehen.

Doch eins hat mich sehr beeindruckt und ich war gespannt, wie es sich auswirkt. Da diese „Neuerung“, in einem Trailer zum Spiel, vorgestellt wurde und mich wirklich gefangen hatte. Denn ich hatte, anfangs, das Spiel als „weiteres HdR Spiel“ abgestempelt. Doch was jetzt kommt hat mich begeistert. Denn es geht um die zufällig generierten Gegner und ihr Verhalten über Interaktionen mit euch. So kann es vorkommen, dass euch ein Gegner angreift, ihr verletzt ihn schwer und schlagt ihn in die Flucht. Trefft ihr nun später wieder auf ihn, erinnert er sich daran und kann sogar Narben davon getragen haben. Auch wenn er euch töten sollte, wird es sich das merken und euch damit aufziehen und hat weniger Angst vor euch.

Zusätzlich sind die Gegner auch in einem andauernden Machtkampf verstrickt. Was immer wieder dazu führen kann, dass ein Gegner anfangs mit geringer Macht und wenigen Anhängern herum läuft. Doch hat er sich oft genug duelliert, kann er bis zum Leibwächter eines Hauptmanns aufsteigen.

Jeder Feind entwickelt auch Stärken und Schwächen, die ihr im Kampf ausnutzen könnt. Von Angst vor Feuer bis zu Angst vor Verrat ist alles mit dabei. Wenn ihr euch Informanten greift und diese ausfragt, dann bekommt ihr diese Stärken und Schwächen auch heraus.

So wie ihr in das zweite Gebiet wechselt, bekommt ihr eine neue Fähigkeit. Ihr könnt ab dann auch Uruks und Orks zu euren Untertanen machen, indem ihr deren Geist mit eurem „Geist“ beeinflusst. So könnt ihr euch die Gegner und Offiziere der Feinde gefügig machen und ihnen Befehle erteilen. Ihr könnt ihnen Aufgaben geben wie „Töte Konkurrenten“, „Werde Leibwächter der Hauptmanns“ oder „Verrate deinen Hauptmann“. Was euch im laufe des Spiels einiges erleichtern wird und nochmals eine neue Komponente ins Spiel bringt.

 

Grafik

 

Ich tue mir immer etwas schwer die Grafik selbst zu beurteilen. Auch hier ist es wieder nicht ganz so einfach. Da es an sich echt gut ausschaut, aber meist auch so wirkt, als wäre da noch Luft nach oben. Die Effekte sind echt schön und auch die Landschaft hat seine Momente. So wechselt es von Wiesen zu schlammigen Boden bis zu kleineren Festungen. Doch auch hier habe ich das Gefühl, dass da noch mehr möglich wäre. Wiederum sind die Figuren und Gegner schön gestaltet und nur wenige „Clone“ tauchen auf. Was immer wieder auffällt, wenn du mal wieder gestorben bist.

Nur Regen ist immer noch so ein Ding, was nicht wirklich schön dargestellt werden kann. Zumindest wirkt Talion im Regen oft als wäre er aus Plastik. Aber darüber lässt sich hinweg sehen.

 

 

Sound: Gewohnt Episch

 

Der Sound ist einem „Herr der Ringe“ Spiel würdig. So ist die Musik im Spiel wieder sehr episch und geht damit gut ins Ohr. Auch die Effekte sind gut unterlegt, bis auf einige Kleinigkeiten, die aber schnell überhört werden können.

Die Lokalisierung der Stimmen ist gut und nur selten ist es mal nicht synchron. Was mir persönlich, immer sehr wichtig ist. Die Stimmen sind auch wieder gut gewählt und verkörpern die Figuren gut.

 

Fazit: Lieber gut abgeschaut, als schlecht selbst gemacht

 

Mein Fazit ist eigentlich „sehr gut“, da es mich einfach immer wieder fängt, wenn ein neuer Gegner an die Macht kommt oder ich mir einen neuen Rivalen mache. Es ist einfach genial zu sehen, wie die Gegner auf einen reagieren und sich verändern. Spätestens mit dem Beeinflussen und dem Befehligen der Uruks hatte mich das Spiel überzeugt. Auch wenn viele Elemente aus dem Spiel von anderen Spielen abgeschaut sind. So fühle ich mich immer wieder an Assassins Creed und die Batman Reihe erinnert. Was im Grunde nichts Schlechtes ist, da es wirklich schön integriert wurde.

Ich kann es klar empfehlen und finde das Spiel echt toll. Gerade da ich noch viele Nebenmissionen und Gegenstände zu finden habe.

 

Pro

Contra

Zufällig generierte Gegner

Viel von anderen Spielen abgeschaut

Gegner reagieren auf Sieg oder Niederlage

Gebiete teils langweilig

Gegner befehligen

 

 

 

Kategorie

Punkte

Begründung

Story

7

Mittel zum Zweck / Austauschbar

Gameplay

8

Viel abgeschaut von anderen Spielen

Grafik

8

Ist ok, kann aber besser werden

Sound + Sprache

9

Typisch Herr der Ringe / kleine Synchro fehler

Gesamtbewertung

80 %

 

 

 

 

Info

Puplisher:

Warner Bros

Entwickler:

Monolith Productions

Platformen:

PC, PS4, PS3, Xbox One, Xbox 360

Release:

02. Oktober 2014

Webseite:

www.ShadowofMordor.com

Spielzeit:

Ca. 30 Stunden

FSK:

Ab 16

Systemvoraussetzungen (Empfohlen):

CPU: Intel Core i7-3770, 3.4 GHz | AMD FX-8350, 4.0 GHz

 

RAM: 8 Gbyte

 

DirectX: 11

 

Grafikarte: NVIDIA GeForce GTX 670 | AMD Radeon HD 7970

 

Festplatte: 40 Gbyte