Ich habe da was gehört! Da ist doch gerade was gelaufen? Warum sagt der Motiontracker nichts? Wo ist das Ding hin gerannt? Ach verdammt es war doch wieder nur ein Dampfrohr was mich getäuscht hat. Mist, es hat mich doch erwischt, es war hinter mir…

Xbox-One Review von Roy

Alien Isolation

Story:  "Meine Mutter sagte mir immer, es gibt keine Monster – keine echten jedenfalls. Aber es gibt sie."

 

In „Alien: Isolation“ seid ihr Amanda Ripley, die Tochter von Alan Ripley. Diese sollte jedem aus der „Alien“ Filmreihe schon bekannt sein. Ihr seid gerade an Bord der „Torens“, einem baugleichen Raumschiff wie die „Nostromo“, das in Richtung „Sevastopol“ Station unterwegs ist. Auf dieser ist der Flugschreiber der „Nostromo“ geborgen worden. Daher treibt es euch natürlich da hin, um heraus zu finden, was mit eurer Mutter passiert ist. Bei der Ankunft wird euch aber schnell klar, dass es kein einfacher Job wird. Erst meldet sich keiner über Funk und dann müsst ihr noch mit einem Raumanzug übersetzen. Ihr werdet durch einen Unfall von eurer Gruppe getrennt und seid auf euch allein gestellt. Ab hier nimmt das Spiel einen Lauf, der auch gut als Film funktionieren könnte. Aber ich möchte euch, wie immer, nicht zu sehr spoilern.

Monster

Gameplay: "Nur seine Feindseligkeit übertrifft noch seine perfekte Struktur."

 

Wer Spiele wie „Aliens vs. Predator“ oder „Aliens: Colonial Marines“ kennt, der müsste sich hier sehr umgewöhnen . Da ihr anfangs gar keine Waffen habt oder zu wenig Munition dafür. Später bekommt ihr einige Waffen oder Sprengsätze, die aber auch laut sind. Denn das wollt ihr bei „Alien: Isolation“ nicht sein. Alles, was Lärm macht, egal ob Waffe, Mensch, Droide oder Alarm, bringt das Alien auf den Plan. Es verfolgt euch stetig und das bekommt ihr zu spüren. Ich hatte schon lange nicht mehr so viel „Angst“, dass da was hinter mir ist. Jedes mal dreht ihr euch um ob da was war oder ob da vor euch was ist. Bei jedem Geräusch seid ihr sofort wieder in der Angst, dass ihr schon wieder auf das Alien getroffen seid.

 

Wenn euch das Alien auf den Fersen ist, könnt ihr euch nur noch verstecken und abwarten. Dafür habt ihr viele Möglichkeiten. So könnt ihr euch in Schrank verkriechen und durch die Lüftungsschlitze schauen. Was euch immer wieder mal einen Blick auf das Alien ermöglicht. Was eure Lage aber nicht verbessert. Denn seit ihr zu neugierig, greift das Alien auch gern mal in den Schrank. Alternativ dürft ihr euch auch unter Schreibtische, Bänke, Betten oder Kontrollpulte verstecken. Doch hier droht die Gefahr, dass ihr gesehen werdet und mit einem „Lächeln“ vom Alien begrüßt werdet.

Im verlaufe des Spiels trefft ihr auf einige Gegner, die euch meist nicht mögen. Die Menschen haben Angst, dass ihr ihnen an die Wäsche wollt. Die Androiden wollen euch an die Wäsche, da ihr Sperrgebiete betretet. Das Alien will einfach allen an die Wäsche, außer den Androiden – die scheinen nicht zu schmecken.

 

Das Spiel verzichtet voll auf freies Speichern oder Checkpoints. Es gibt Speicherpunkte, die schnell zu meinen besten Freunden wurden. Diese sind teils gut platziert aber auch gern mal direkt vor einem Event, so dass ihr nach dem Tod dieses Event immer und immer wieder erleben müsst, bis ihr es geschafft habt. Mich stört es so an sich nicht, aber kann trotzdem zu Frust führen. Doch ist dies nur ein kleines Manko des Spiels.

 

Es werden immer wieder kleine Infos versteckt, die ihr an Computern abrufen könnt. In Form von Audiodatein oder Textdokumenten erfahrt ihr so einiges über die Geschehnisse auf der Station. Die Story selbst wird durch Funksprüche, Zwischensequenzen und kleinen gescripten Ereignissen erzählt.

 

Wenn ihr das Spiel durch habt, könnt ihr trotzdem noch weiter spielen. Doch diesmal wird es herausfordernder. Denn es gibt einen Modus, in dem Ihr Level schaffen müsst und könnt dann vergleichen wie gut ihr abgeschnitten habt. Denn dies wird dann bewertet und in eine globale Liste eingepflegt. Doch hier geht es dann weniger um die Spannung zu überleben, sondern mehr darum, das Level in einer möglichst kurzen Zeit zu meistern.

 

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Grafik: "Nur seine Feindseligkeit übertrifft noch seine perfekte Struktur."

 

Grafisch ist das Spiel, meiner Meinung nach, wirklich ein „Next-Gen“ Spiel, da es wirklich überzeugt und auch nicht mit Effekten geizt. Gerade die Lichteffekte beeindrucken mich immer wieder. Sie tragen so zur Stimmung bei, dass ich immer ein mulmiges Gefühl bekomme, wenn nicht genügend Licht vorhanden ist. Gerade wenn wieder eine Notbeleuchtung läuft, sehe ich immer wieder Dinge, die eigentlich nicht da sind.

 

Die Umgebung ist sehr stark an den ersten Film angelehnt, was immer wieder Erinnerungen an die „Nostromo“ in eueren Kopf ruft. So erkennt ihr auf der „Torres“ so viele Dinge und fühlt euch etwas heimisch. Auch auf der Station sehen nur wenige Räume aus, wie der vorherige. Klar gibt es immer mal wieder einen der ähnlich ist, doch fühlte ich mich nie in einer Kopie der Räume.

 

Das Alien und auch die Androiden wurden gut gestaltet und passen gut in die Umgebung. Gerade das Alien hat echt schöne Animationen und ich erschrecke mich immer wieder vor ihm. Nicht weil es schrecklich  aussieht, sondern gerade weil es das nicht tut. Auch in der „Nahaufnahme“ schaut das Alien richtig gut aus, auch wenn ihr es so nah nicht sehen wollt.

 

9

 

Sound+Sprache: "Eindringling entdeckt Alle Aliens bitte auf Level 1 melden, alle Aliens nach Level 1"

 

Beim Sound wurde wirklich gute Arbeit geleistet. Ihr hört das Knarren und Knirschen der alten Raumstation. Immer wieder werden auch die Sounds benutzt, um die Bedrohung zu erhöhen. Denn wenn mal wieder ein Dampfventil den Druck verliert, da schreckt ihr schon gut auf. Im Grunde ist der Sound wirklich schön stimmig gemacht und macht gut Angst.

 

Die Musik wird nur wenig verwendet, aber wenn, dann im Hintergrund eingefügt oder um noch mehr Spannung zu erzeugen. Denn wenn das Alien hinter euch her ist, die Notbeleuchtung an ist, der Motiontracker piepst und die Musik euch noch mehr Panik macht. Dann ist euer Herz schon ordentlich am pochen.

 

Die Lokalisierung an sich ist auch gut gelungen und mir sind nur wenige Fehler aufgefallen. Die Stimmen sind auch gut gewählt und passen auch zu den Personen.

 

screenshot2

 

Fazit: "Sie scheinen immer noch nicht zu begreifen, womit Sie es zu tun haben: Mit einem perfekten Organismus."

 

Ok, es ist noch kein perfektes Spiel, aber nahe dran. Denn mich reizt das Spiel immer wieder und ich freue mich wieder darauf, erschreckt zu werden. Dieses Spiel bringt mich immer wieder dazu, einfach minutenlang im Schrank zu hocken und zu hoffen, nicht gesehen zu werden. Ich liege unter den Tischen und hoffe, dass mein Wimmern keiner hört. Auch liebe ich einfach die Details und die Verneigung vor den Filmen. Jedes mal erkenne ich wieder etwas, das ich schon mal in einem der 4 Filme gesehen habe. Das Design der Computer, was an eine alte DOS Oberfläche erinnert, ist auch sehr cool. Eigentlich hat das Spiel genau das gemacht, was ich von ihm erwartet habe. Es nutzt die Verbindung zur Filmreihe und baut eine Stimmung auf, die immer Angst vor dem Alien macht. Die Umgebung und die herumliegenden Infos erzählen eine schöne Geschichte. Auch der geringe Gebrauch an Waffen ist hervorzuheben, da Ihr nicht schießen müsst um zu überleben und es auch nicht unbedingt machen solltet.

 

Was Fluch so wie Segen des Spieles ist, ist die KI des Aliens. Denn das Alien agiert wirklich intelligent und reagiert gut auf die Situationen. Einmal zu schnell gelaufen und dabei zu laut gewesen und schon ist das Alien da und bestraft euch dafür. Doch kann es auch ab und an so sehr auf der Suche nach euch sein, dass ihr gut und gerne eure 5-10 min in einem Schrank verbringt.

Es muss aber eingestanden werden, dass die KI auch ab und an nicht auf euch reagiert. So bin ich oft sichtbar gewesen für das Alien, doch es war zu faul sich zu bücken oder durch einen Spalt zu schauen.

 

Mein Fazit ist durchweg gut und ich empfehle euch das Spiel sehr. Wenn ihr es also noch nicht gespielt habt, dann holt es euch noch. Denn diese Spiel ist was für jeden Alien Fan und für jeden Survival Horror Freund. Ich habe mich zumindest oft und gut erschrocken.

 

 

 

Pro

Contra

Intelligentes Alien

Intelligentes Alien

Gute Atmosphäre

Sehr schlauchig

Schöne Grafik

 

Guter Sound

 

 

 

Kategorie

Punkte

Begründung

Story

8

Schön erzählt und auch logisch

Gameplay

8

Gut Umgesetzt und stimmig

Grafik

8

Tolle Animationen und Figuren

Sound + Sprache

8

Sehr stimmig

Gesamtbewertung

80 %

 

 

 

Puplisher:

SEGA

Entwickler:

Creativ Assembly

Platformen:

PC, PS4, PS3, Xbox One, Xbox 360

Release:

07. Oktober 2014

Webseite:

http://www.alienisolation.com/

Spielzeit:

Ca. 15 Stunden

FSK:

Ab 16

Systemvoraussetzungen (Empfohlen):

CPU: AMD: Phenom II X4 955 – 4 Core, 3.2 GHz oder INTEL: Core 2 Quad Q9650 – 4 Core, 3.0 Ghz

 

RAM: 8 Gbyte

 

DirectX: 11

 

Grafikarte: 2GB DirectX 11 (AMD GPU: AMD Radeon R9 200 Series oder Nvidia gpu: GeForce GTX660)

 

Festplatte: 35 Gbyte