„Sicher bin ich mir, dass das „Jahr der Games“ mit der „GG Bavaria“ nicht nur einen großartigen Start, sondern in 2025 auch einen mindestens genauso großartigen Abschluss finden wird!“
Das war der letzte Satz von Alex´ Fazit im letzten Jahr. Über ein Jahr hat es gedauert das vom bayerischen Digitalminister ausgerufene „Jahr der Games“. Und die Vorausschau auf 2025 sollte sich bewahrheiten. Doch wenn wir einmal rein auf die Messe der „GG Bavaria“ schauen, dann haben wir in diesem Jahr auch ein paar Schatten gefunden. Über all das und natürlich auch die vielen Games auf der diesjährigen „GG Bavaria“ wollen wir uns in diesem Rückblick konzentrieren und euch mitnehmen in die kleine Olympiahalle Münchens.
Autoren: Alex + Phil-kun
Inhaltsverzeichnis
Messe: Die dritte Evolutionsstufe
Wenn man auf verschiedenste Spiele aus dem Genre „Monster Taming“ blickt, dann gilt dort jede Evolutionsstufe als Verbesserung. Auch die „GG Bavaria“ hat sich in diesem Jahr wieder weiterentwickelt – in allen Bereichen. Und genau das liefert auch Potenzial für negative Veränderungen. Aber zuvor einfach mal ein Blick auf die reinen Zahlen. Mit über 30 ausstellenden Firmen und 6.200 Besuchenden verzeichnet die „GG Bavaria“ einen wichtigen Meilenstein. Denn zum dritten Mal in Folge können diese wichtigen Kennzahlen gesteigert werden. In Sachen Besucherzahlen ist es zwar nicht wieder die Verdoppelung wie im Vorjahr, dennoch eine Steigerung. Durch den Umzug in die kleine Olympiahalle im Münchener Olympiapark hat die „GG Bavaria“ rein vom Gefühl eine Heimat für mehr als eine Ausgabe ihrer Messe gefunden.
Im Hintergrund mussten die Verantwortlichen und Organisierenden der Messe einmal mehr mit einem veränderten Team in die Planung und Durchführung der Messe gehen. Auch das ist jetzt zum dritten Mal der Fall gewesen. Ein Vergleichen der drei Veranstaltungen fällt damit aus so vielen Gründen schwer. Allerdings hatte das diesjährige Organisationsteam zum allerersten Mal einen entscheidenden Vorteil (oder Nachteil?): Sie konnten zum ersten Mal die Messe- und Standstruktur selbst bestimmen und mussten sich nicht den baulichen Vorgaben ihrer Locations unterordnen. Und schon beim Blick durch die großen Fenster vor dem Eingang der kleinen Olympiahalle hinunter auf den Mainfloor der Messe konnte man die Plangedanken des Orgateams fast hören.

Im Kern war der Plan, die Gaming-Area mit den Hochschul-Projekten zu verbinden, sie mit Shops einzurahmen und mit Hauptbühne sowie eSports-Bereich abzuschließen. Doch beim genauen Hinsehen und vor allem, wenn man dann vor Ort durch die Gänge ging, merkte man: Das war vielleicht nicht die beste Idee. Das Auseinanderreißen der Shops (und vor allem das Ausgliedern einer Zeile minimal außerhalb der Hauptfläche wirkt nicht harmonisch (sh. nächstes Bild). Die Stände der Hochschulen wurden in einer „J-Form“ auf zwei Gänge verteilt und somit teilweise mit regulären Indie-Ausstellenden vermischt. Auch die Hauptbühne mit erhöhtem Platzangebot war für Publikumsmagneten wie gerade dem Cosplay-Contest am Messesonntag so rappelvoll, dass Durchgangs- und Rettungswege blockiert waren. Ein Durchkommen war nicht mehr möglich – von Barrierefreiheit ganz zu schweigen. Apropos Platzangebot… Wirkliche Rückzugsorte für Ausstellende, Sitzgelegenheiten oder vergleichbares war bis auf zwei Ausnahmen (Hauptbühne und der Bereich des „Red Bull Gaming Garden“) ebenfalls ein Wunschtraum. Das ist streng genommen aber schon ein Problem seit der ersten Auflage der „GG Bavaria“.

Doch versteht den letzten Absatz jetzt nicht als reine Kritik oder gar Angriff auf die „GG Bavaria“. Er ist im Gegenteil mit sehr viel Hoffnung verbunden. Wenn uns diese Fehler, Ungereimtheiten oder schlichte „Auffälligkeiten“ schon über das Messewochenende begegnet sind, dann auch anderen. Für 2026 rechnen wir mit der gleichen oder einer vergleichbaren Fläche als Location und da sind wir jetzt schon gespannt welche Verbesserungen wir sehen. Denn diese Beobachtungen waren im Endeffekt nur ein Bruchteil von ansonsten sehr vielen positiven Erfahrungen und genau mit diesen möchten wir jetzt hier fortfahren und vor allem dann diesen Abschnitt auch beschließen.
Für uns als Redaktion ist die „GG Bavaria“ mittlerweile auch immer so eine Art „Klassentreffen“ geworden. Bekannte Gesichter aus der Gaming-Branche wieder sehen, uns über die Verläufe des letzten Jahres austauschen und aber auch mit neuen Gesichtern und Persönlichkeiten in Kontakt kommen. All das war für uns auch in diesem Jahr wieder möglich. Für diese Erfahrungen sind wir der Messe und den Verantwortlichen dahinter jedes Mal dankbar. Und damit sind wir vielleicht schon beim für uns wichtigsten Aspekt dieser Veranstaltung: Es ist im Kern ein Familientreffen – nämlich der „bayerischen Gamesfamilie“. Und auch wenn dieses Jahr ein bisschen mehr gemäkelt und kritisiert wird, war es eine grundsätzlich familiäre Stimmung und ein offener wie herzlicher Austausch. Einmal mehr als persönliches Highlight ist hier der Auftritt von Bayerns Digitalminister Dr. Fabian Mehring zu erwähnen. Dieser hat dieses Mal die Bühne dreimal betreten. Einmal am erstmals stattgefundenen „Business-Day“ am Freitag (bei dem Presseanwesenheit bewusst gering gehalten wurde, um den Branchenprofis auch mal den dringend nötigen Austausch unter sich zu ermöglichen) und dann am Sonntag gleich zweimal in kürzester Zeit. Einmal in offizieller Funktion und einmal als schlicht begeisterter Fan.

Bei seiner Rede im Rahmen der „GG Bavaria Indie Awards“ hat er zunächst an seine Rede zum „Jahr der Games“ angeknüpft und mit seiner Begeisterung nicht nur die komplette Bühne eingenommen, sondern auch einen dringenden Appell ins politische Berlin gerichtet. Bayern hat sich in den letzten Monaten zum „Rising Star“ der Gamingbranche gemausert und das ist für ihn noch nicht das Ende der Fahnenstange. Besonders auffällig – auch fernab des Auftritts – ist dabei diese bedingungslose Begeisterung und Passion für das Thema „Gaming“. Unterstreichen konnte Dr. Mehring das später mit einem Spontanauftritt am Ende des Cosplay-Contests als er sich die Zeit für ein Bild und einige Worte mit und an die Cosplayenden genommen hat – nicht (nur) als Digitalminister, sondern vor allem als Fan.
Eine wehmütige Note hatte sein Auftritt allerdings dann auch noch. Denn mit Lina Timm (der Geschäftsführerin der Medien Bayern GmbH) verlässt eine der wichtigsten Partnerinnen – nicht nur für das Digitalministerium, sondern auch dem Orga-Team der „GG Bavaria“ – die Bühne. Lina Timm hat in Bayern nicht nur für die Einführung und den unglaublichen Aufstieg der „GG Bavaria“ gesorgt, sondern auch die „Gamerei“ ins Leben gerufen. Bei der sichtlich bewegten und emotionalen Verabschiedung wurde selbst Personen fernab der politischen Bühne bewusst, dass das ein gewichtiger Verlust ist. Die Hoffnung besteht jetzt natürlich, dass ihr Nachfolger Robin Rottmann genau dort und in der gleichen Intensität weitermachen kann.

GG Bavaria Indie Awards
Zum allerersten Mal wurden im Rahmen der „GG Bavaria“ auch offizielle Preise verliehen. In drei Startkategorien wurden Titel ausgezeichnet, die auf der Messe vertreten waren. Vergleichbar mit Auszeichnungen wie beispielsweise auf der gamescom ist das noch nicht, aber jeder fängt mal klein an und direkt nach der Verleihung hat man tatsächlich an den Ständen der Gewinnerteams gesehen wie dort der Andrang gestiegen ist – und alleine das ist doch schon ein großartiger Erfolg.
Aber für was konnte man denn eigentlich ausgezeichnet werden?
Im „Horizon Award“ ging es um besondere technische Innovationen oder das geschickte Umsetzen von Gameplay-Aspekten. Etwas „verräterischer“ ist der Name des zweiten Awards gewesen. Im „Vision Award“ lag der Fokus natürlich auf visuelle, ästhetische oder atmosphärische Highlights. Und der „Cosmic Choice Award“, lässt auch schon durchblicken, wo der Schwerpunkt liegt. Dieser wurde ausschließlich von den Besuchenden der Messe per Smartphone-Abstimmung gewählt, also ein Publikumspreis in Reinform. Die erstgenannten wurden von einer (leider nicht näher benannten) Fachjury bestimmt.
Und wer hat gewonnen?
Horizon Award: „ChromaGun 2: Dye Hard“ von Pixel Maniacs
Vision Award: „Dungeons of Dreadrock 2 – The Dead King’s Secret“ von Pig Knight Games
Cosmic Choice Award: „A Webbing Story“ von Fire Totem Games

Games auf der „GG Bavaria“
Neben den vielen Eindrücken der Messe, dem von uns dieses Jahr komplett ausgelassenen Angebot von Vorträgen und Workshops, gab es auch viele Games. Für alle, die gerade bei der letzten „GG Bavaria 2024“ dabei waren, gab es einige Wiedersehen und somit die Chance zu sehen wie sehr sich ein Spiel innerhalb eines Jahres verändern kann. Neue Erfahrungen standen aber natürlich im Mittelpunkt. Wir haben uns durch die meisten der ausgestellten Spiele testen können und wollen euch über die nächsten Abschnitte die Spiele und unsere Erfahrungen damit vorstellen. Konkrete Erscheinungsdaten gibt es für die wenigsten Spiele, daher werden wir im Artikel auch keine Release-Infos geben. Wenn ihr auf den Titel des Games klickt kommt ihr zur Steampage oder sonstigen Socials des Spiels und könnt euch dort das Spiel für Wishlists sichern oder anderweitig speichern.
Alex´ Game Review:

Bereits im letzten Jahr war der Titel der erste auf meiner Review-Liste im Beitrag. Die Entwicklung hier ist zwar auf den ersten Blick nicht so signifikant wie bei einem anderen Titel etwas später. Doch gerade was die Inhalte und auch den Ablauf der verschiedenen Läufe angeht, hat sich einiges getan. Im Kern ist „Uncured“ noch immer ein klassischer Vertreter der Rogue-Like. Neu bei der Demo dieses Jahr war ein alternativer (höherer) Schwierigkeitsgrad, der mich persönlich direkt und schnell angesprochen hat. Die Idee den Hub vor dem Start des nächsten Laufs in einen anpassbaren Zug zu packen ist dabei eine interessante wie kreative Lösung. Ich bin gespannt wo die Reise noch hingeht für den Titel.
DEMO: Steam

Direkt angespielt habe ich die Demo hier zwar nicht, weil sie nach Aussage von den beiden Entwicklern identisch zum Vorjahr war. In der Unterhaltung sind wir auf die aktuell laufende Kickstarter-Kampagne und die angepeilten Ziele zu sprechen gekommen. Das Spiel verfolgt die Handlung eines ehemaligen (US?)- Präsidenten, der gemeinsam mit einer Klimaaktivistin zusammenarbeiten muss. Das Spiel soll vertont werden und im Kern ist dafür die Kickstarter-Kampagne ins Leben gerufen worden. Je nach Verlauf der Kampagne könnte sich das Spiel noch teilweise massiv verändern durch zusätzliche Spielinhalte, noch mehr optionale Story-Abschlüsse usw. Ich bin gespannt vielleicht schon in ein paar Wochen eine verbesserte bzw. andere Demo-Version des Point-and-Click-Games spielen zu können.
DEMO: Steam

Auch das Spiel habe ich nicht direkt angespielt, aber bei einem Durchgang eines anderen Gamers zugesehen und mich nebenbei ein bisschen über das Spiel unterhalten. Ziel des Spiels ist es in einem „Tamagotchi“-ähnlichem Prinzip dafür zu sorgen, dass die Flamme niemals ausgeht. Keine Sorge: Der Simulationsaspekt ist nicht an die reale Zeit gebunden und so nimmt das Spiel viel schneller an Fahrt auf. Mit erworbenen Punkten für überstandene Phasen könnt ihr Verbesserungen freischalten. Das Spiel ist gratis beispielsweise über „itch.io“ spielbar und dient den Entwicklern von Birnchen Interactive zum Testen von Funktionen, die sie in ihr Projekt einfließen lassen, welches wir euch bei unserem Artikel zur „LFG Con 2024“ vorgestellt haben. „Sara – Story of a young Thief“ entwickelt sich aktuell zu einem multimedialen Erlebnis und musste dafür eine Produktionspause einlegen. Ich bin gespannt wie dieses ambitionierte Projekt am Ende aussehen wird!

Man nehme das Gameplay von „The Journey“ und die Optik des japanischen Farbholzschnitts und fügt ein wenig Haiku-Poesie dazu. In „Oku“ werden wir als junger Geselle durch die japanischen Landschaften und Jahreszeiten reisen, um den Tod unseres Meisters zu verarbeiten. Das Verarbeiten passiert in kleinen Gedichten, die dem „Haiku“-Stil sehr ähnlich sind. Die Wörter lernen wir durch Beobachtung und den Einsatz beim Schreiben. Die Tinte sammeln wir auf unserer Reise. Der fast schon meditative Aspekt löst schnell eine sogähnliche Wirkung aus und unsere Haikus teilen wir automatisch mit der Community.

Dungeons of Dreadrock 2 – The Dead King’s Secret
*Bereits erschienen*
In der direkten Fortsetzung des Erstling werden sich Rückkehrer vor allem über die ersten Level freuen – aber wieso verraten wir an der Stelle nicht. Im weiteren Verlauf der 100 Kapitel werden vertraute Mechaniken aus dem ersten Teil gekonnt weiterentwickelt und gleichzeitig viel dafür getan, dass auch neue Spielende abgeholt werden. Die Auszeichnung mit dem „Vision Award“ unterstreicht der Titel durch seinen brillanten Einstieg und sein dauerhaft großartig inszeniertes Pixelabenteuer mit kleinem Easter-Egg zu „Stranger Things“ und einer bemerkenswerten Synchronstimme, die Story-Schnipsel vorträgt. Retrogefühle für alle!
DEMO: Steam

Ein Tower Puzzler mit leichten „Rogue-Like-Elementen“ (auch wenn letzteres eigentlich nicht laut gesagt werden darf) nimmt uns mit beim Hausbau der etwas anderen Art. Mit drei limitierten Element-Bausteinen (Holz, Stein, Natur/Pflanze) soll ein Wolkenkratzer mit dutzenden Stockwerken gebaut werden. Neue Bausteine werden durch das Erfüllen von Quests (z.B. „Baue vier vertikale Holz-Stockwerke“) bereitgestellt. Ist ein Durchlauf zu Ende, können wir uns im Shop neue Dauer-Verbesserungen und Hilfen kaufen. Ein „One more round“-Gefühl sollte spätestens nach dem zweiten Durchlauf vorhanden sein ;).
Derzeit sind drei Level geplant. Jedes davon ist in sich abgeschlossen, somit muss man nicht immer ganz von vorne anfangen, sondern startet im jeweiligen Level.

Ein weiterer Rückkehrer in meiner Liste. Im letzten Jahr hat man den Prototyp-Status noch deutlich gespürt. Jetzt spürt man die Weiterentwicklung. Das Spiel nimmt uns mit, gemeinsam als Vater und Sohn Gespann eine Reise durch die eigene Vergangenheit zu machen. Begegnungen mit Schlüsselszenen und -Gegenständen aus der Vergangenheit lassen einen emotionalisierten Storyanteil vermuten. Aktuell ist das Gameplay der beiden durch eine Art Seil verbunden Charaktere noch recht verzeihend und Fehlentscheidungen lassen sich in den meisten Fällen irgendwie korrigieren.
DEMO: Steam

Eine Zugfahrt die ist schön… So lange bis sich der nächste Hippie neben dich setzt oder die Sportys wieder Fußball im Gang spielen oder der Whirlpool das Abteil flutet. So oder so ähnlich würde das aus Sicht von „Train Jumble“ aussehen. Wir nehmen nämlich hier eine Doppelrolle ein. Zum einen lassen wir überhaupt Leute in den Zug, viel wichtiger ist aber unsere Funktion diese so zu platzieren, dass alle glücklich sind. Dabei gehen wir wie in typischen „Rogue like“-Games Haltestelle für Haltestelle vor. Wir erweitern das Sitzangebot, fügen Entertainment- oder Relexation-Areas ein – alles was die zu erwartende Passagierschaft halt so will. Erhalten wir drei Beschwerden der Reisenden, endet der Durchgang. Unsere Reisen führen uns durch Deutschland und Europa. In den Bahnhöfen kann man drei Sehenswürdigkeiten sammeln.

Mittelalter trifft Survival und Simulation. Nach einem hier nicht näher beschriebenen Storyaufhänger fassen wir als eine Person aus einem Dorf einen Entschluss: Wir errichten unsere eigene Stadt! Doch das ist im französischen Mittelalter gar nicht so einfach. Denn wir müssen den Elementen trotzen, Krankheiten verhindern oder auskurieren, Ernten sicherstellen, die Moral hoch halten und bisher noch gar nicht bekannte Einflüsse beachten. Mit einer aktuell sehr befehlslastigen und vollgepackten Aktionsliste stürzen wir uns in dieses Abenteuer.
Phil-kun´s Game Review:

Die Reise der verrückten Spinnen geht weiter! Zu Beginn waren sie noch auf kleineren Inseln heimisch, doch nun verschlägt es sie in gemütliche Häuser und treiben dort ihren Unfug oder versuchen auch hin und wieder ihren zweibeinigen Mitbewohnern zu helfen. Chaotisch, actionreich und farbenfroh – Das kam auch gut bei den Besuchern der Messe an, denn A Webbing Journey hat den Publikumspreis Cosmic Choice gewonnen!
DEMO: Steam

Taktische Manöver mitten auf intergalaktischen Fahrzeugen. Hier gilt eins: Werde bloß nicht getroffen!
In diesem strategischen Gefecht geht es darum deine Bewegungen pro Zug so einzusetzen, dass du nicht von Gegnern getroffen wirst und diese im richtigen Moment ausschaltest.

Planet Coaster und RollerCoaster Tycoon haben es vorgemacht und nun erscheint ein neuer Wasserpark-Manager auf der Bildfläche. Der starke Fokus auf die Kernelemente eines Wasserparks ermöglichen eine vertiefende Simulation der Bedürfnisse der Besucher, sei es einen Adrenalinrausch zu bekommen oder luxuriös entspannen zu wollen; Hier werden die Träume von Wasserratten war!

Ein Schiffsbruch und schon ist man gestrandet auf einer Insel. Aber für Captain Hog ist das kein Dilemma; Schnell sucht er sich Ressourcen zusammen und erkundet die Insel zusammen mit seinen Freunden. Craften, sammeln, anbauen und dabei auf die Umwelt der Insel achten; Wo sich seine Freunde nur alle versteckt haben?

Ein Deckbuilder-Roguelite-Spiel mit klaren Design: Es warten jede Menge Gegner auf dich und dein Team; kämpfe, solange du kannst!
Der Twist? Das Spiel soll einen Mehrspielermodus unterstützen, wobei du online zusammen die Quest antreten kannst.
DEMO: Steam

Denk mit Farben! Anstelle einer Portal Gun gibt es hier die Chroma Gun, welche drei Farben feuern kann: Rot, Blau, Gelb
Auf Basis dieses einfachem Prinzips musst du knifflige Farb- und Physikrätsel in einem mysteriösen laborähnlichen Gebäude meistern. Was G.L.A.D.O.S. wohl dazu sagen würde? Vermutlich wäre es ihr nicht tödlich genug.
Für die technische Kreativität hinter ChromaGun 2: Dye Hard hat das Spiel den Horizon Award der Messe erhalten!
DEMO: Steam

Man kombiniere musikalische Beats mit Jump&Run-Action und schon hat man Jump a Beat vor sich; Ähnlich zu den Musikleveln aus Rayman Legends ist hier die musikalische Begleitung in den Leveln wichtig, doch eines ist grundlegend anders: Du selbst sorgst durch das Rennen und Springen im Level für die Musik. Und im Leveleditor kannst du deine eigenen musikalischen Meisterwerke erschaffen. Kaizo-Level gefällig?

Leif’s Adventure: Netherworld Hero
Basierend auf der nordischen Mythologie erlebt man in diesem Spiel verschiedene Welten aus der Sicht des Protagonisten Leif. Was anfangs wie ein spaßiges Abenteuer wirkte, entpuppt sich mit der Zeit als ein tödliches Minenfeld voller Gefahren. Ein Metroidvania mit Soulslight-Elementen; Rüste dich gut aus, kleiner Leif!
DEMO: Steam

Anstelle einen Turm zu verteidigen, werden hier in einem orbitalem Gefecht ganze Planeten vor Horden von Gegnern verteidigt. Mittels Roguelite-Elementen wird aus dem Spaß ein stetig sich verbesserndes Unterfangen, um immer weiterzukommen. Wirst du schließlich die Galaxie retten können?

Ein taktisches/strategisches Rollenspiel, indem eine Gottheit in Form eines Hirsches begleitet werden muss. Die Gottheit wurde von ihrem Berg vertrieben und nun ist es die Aufgabe einer mutigen Heldengruppe die Gottheit wieder auf den Berg zu begleiten. Die bevorstehenden Monstermassen sind dabei jedoch ein empfindliches Problem und so müssen sie strategisch in rundenbasierten Kämpfen Stück für Stück den Berg zurückerobern.

Hier wartet ein niedlicher Zeitvertreib auf uns, welcher jedoch auch eine ernste Wahrheit verkündet: Man hat es als Transgender Person nicht einfach
Man begleitet hier einen Transgen-Hirsch bei seiner Reise sein Geweih zu erhalten und endlich anerkannt zu werden. Dabei rennt und springt man durch die Levels, um immer weiter in der transidenten Reise voranzuschreiten. Als Spieler erfährt man dabei auch interessante Fakten rundum das Thema Transgender.
DEMO: Itch.io

Ein Bullet Hell-Spiel wie es im Buche steht. In diesem Shmup bewegt ihr euch als Hexe zwischen zahllosen gegnerischen Geschosse und befeuert eure Feinde ebenso mit magischen Projektilen. Ein magisches Schild kann hierbei genutzt werden, um Projektile zu stoppen und auch besonders viele Punkte zu kassieren. Mit Rogue-Lite-Elementen levelt man auch stetig auf und erhält so immer mehr Verbesserungen, um noch weiterzukommen.

Ein retro-inspirierter Metroidvania oder Zelda-Like, welcher aktuell den Spieler dazu auffordert Rätsel mit der richtigen Menge Wasser zu lösen. Die Pflanzen benötigen je nachdem wie viele Früchte/Knospen sie darstellen unterschiedlich viele Wasserstellen um sich herum. Aus meiner Sicht ist diese Mechanik das genaue Gegenteil von Minesweeper: Die Pflanzen zeigen an wie viele „Minen“ um sie liegen und man muss als Spieler diese exakt so platzieren wie angegeben. Aus meiner Sicht ein Spielkonzept, was ich so noch nicht gesehen habe und super interessant fand.
Fazit: Auf zu neuen Zielen
Die „GG Bavaria“ hat sein drittes Event so fortgeführt wie die Jahre zu vor: Mit Rekordzahlen in Sachen Ausstellenden und Besuchenden. In einer abermals neuen Location konnte sich das Organisationsteam zum ersten Mal einen eigenen Hallenplan entwerfen und musste sich nicht den Einschränkungen der Location unterordnen. Das brachte Vor- und Nachteile. Welches Fazit wir von Game-Kritik für die diesjährige „GG Bavaria“ haben, verraten wir euch jetzt.
Alex´ Fazit:
Ich will ganz ehrlich sein und nochmal hervorheben, dass die weiter oben erwähnten Negativ- und Kritikpunkte nicht den Gesamteindruck der Messe ausgemacht haben. Ganz im Gegenteil um genau zu sein. Doch im Vergleich zu den letzten beiden Malen konnte man dieses Mal eventuelle Auffälligkeiten in der Organisation nicht mehr unbedingt mit der Location begründen. Doch deswegen den kompletten Erfolg und auch die positive Erfahrung rund um die „GG Bavaria“ für mich abzuwerten wäre das falsche Signal. Denn nach wie vor ist die Messe ein wichtiges Ausrufezeichen und Aushängeschild für den bayerischen Gamesstandort und wird das auch noch hoffentlich viele Jahre lang bleiben. Ich mochte die abermals familiäre Atmosphäre und Miteinander, sowie die Auswahl an Ausstellenden mit einer guten Mischung aus Wiederholungstätern und Newcomer.
Und wenn ich einen Wunsch für´s Nächste Jahr frei hätte: Bleibt in der Location, nutzt die Erfahrung und baut das Messeerlebnis zu einem „runderen“ Gesamterlebnis aus. Ich meine: Eine „GG Bavaria“ mit der Location von 2025 und dem Gesamteindruck von 2024 – das wäre ein Traum!

Phil-kun´s Fazit:
Die dritte Runde der GG Bavaria. Letztes Jahr war die Messe für mich ein riesiger Meilenstein für die Weiterentwicklung unserer Webseite; Der Startschuss, wenn man so will.
Dementsprechend war die diesjährige GG Bavaria für mich persönlich das Ergebnis auf was wir letztes Jahr hingearbeitet haben: Das Wiedersehen und ein Kennenlernen
Im letzten Jahr haben wir im Vergleich zu unseren vorherigen Jahren viele Kontakte geknüpft und die Gaming Branche in Bayern erst richtig kennengelernt. Durch die zahlreichen Gespräche hat sich vor allem eines Ergeben: Man erkennt sich wieder
Daher wirkte die dritte GG Bavaria für mich wie ein Treffen unter Freunden und Kollegen. Man kennt sich oder wenn nicht, lernt sich schnell kennen. Auch fiel es mir dieses Jahr wieder einmal leichter ins Gespräch mit den unterschiedlichen Studios und Leuten zu kommen, obwohl wir dieses Jahr für den Erstkontakt keinen Eisbrecher in Form eines Lanyard hatten – Mit unter mein größter Kritikpunkt der Messe: Warum gabs keine Lanyards/Erkennungshilfen für Medienpartner/Presse?
Auf der anderen Seite haben wir auch dieses Jahr wieder viele neue Menschen kennengelernt und unser Netzwerk wieder etwas vergrößern können. Dadurch sollte unsere Bekanntheit in der Branche wieder etwas gestiegen sein.
Abgesehen von den persönlichen/strategischen Entwicklungen von uns/mir war die Messe aber wieder einmal eine begeisternde und spaßige. Mir hat es wieder sehr viel Spaß gemacht die Atmosphäre der Messe zu genießen und die unterschiedlichsten Spiele und Artworks zu sehen. Auch die Cosplay-Szene ist dieses Jahr stärker in der Messe angekommen.
Nebst den fehlenden Lanyards ist für mich ein viel größerer Kritikpunkt das Fehlen von Community Zonen innerhalb der Messe. Eine winzige Retrofläche, kaum Sitzflächen, kaum Chillout-Flächen, kaum Raum sich sitzend zu entspannen oder auszutauschen. In diesem Aspekt muss die Messe sich unbedingt verbessern. Auch waren die Spielstationen zwar dieses Mal leichter zu finden, aber sie waren ungemütlicher, da sie allesamt im Stehen spielbar waren und wenig Sitzmöglichkeiten, außer einem Barhocker boten. Barrierefreies Zocken – ein mittlerweile immer wichtig werdender Maßstab in der Industrie – war hier nicht überall möglich. Zwar hat auch die gamescom dieses Problem, aber die GG Bavaria hatte es letztes Jahr nicht, daher die Kritik an dieser Stelle.
Ein Auseinanderreißen der unterschiedlichen Zonen (Spiele, Unis, Künstler, Shops) im Hallenplan war auch nicht unbedingt sinnvoll, zumal dadurch vermutlich auch die Gestaltung der einzelnen Zonen etwas gelitten hat.

Keep on Gaming und Viel Spaß beim Zocken!