Steige mit mir hinab in den Wahnsinn der 3D-Bäume und verrückten Maskenhändler! Welche mystisch-manischen Möglichkeiten werden uns mit 3D-Grafiken erwarten? Und: Was macht das beste Spiel der Welt aus?
Konsole: Nintendo GameCube; Nintendo Classics Nintendo 64 (Nintendo Switch 2)
Autor: Phil-kun
Inhaltsverzeichnis:

Thema: 3D Wahnsinn!
Ich bin ehrlich: Es ist verdammt überwältigend zu diesen beiden Spielen ein würdiges Thema zu finden!
Seien wir gemeinsam ehrlich: The Legend of Zelda: Ocarina of Time ist ein absolutes Meisterwerk aus dem Jahr 1998, welches zwei Jahre vor der Jahrtausendwende die Videospielindustrie zum Beben gebracht hatte.
Anvisieren, innovative automatische Kameraführung, autonomes Springen, Cutscenes In-Engine, Wechsel zwischen Third-Person- und First-Person-Ansicht, Wechsel zwischen Zeiten, eine nervige Begleiterin, und und und…alles in 3D!
So viele Innovationen oder auch Verbesserungen bekannter Gameplay-Elemente, welche heutzutage Industriestandard sind, was soll man also über das Spiel und seinen Nachfolger schreiben?
Deswegen geht es in diesem Monat nicht um die Spiele selbst, sondern den Wandel in eine neue Dimension: 3D!
Auch wenn bereits Ende der 1980er 3D-Spiele erschienen sind – hier vor allem Spiele für Arcade-Maschinen – so zählen die Jahre 1992 bis 2000 als die Eisbrecher-Jahre und „goldenen Jahre“ der frühen 3D-Entwicklung in der Videospielgeschichte. Alone in the Dark, Tomb Raider, The Legend of Zelda: Ocarina of Time, Wolfenstein 3D, Doom, Virtua Fighter, Ridge Racer, Final Fantasy VII…
All diese Meisterwerke erschienen in genau diesem Zeitraum. Genau dieser Zeitraum war es auch, welcher die Geburt eines ewigen Rivalen Nintendos innehält: Die PlayStation 1!
Ob es nun an Sony allein gelegen hat oder ob sich generell die Industrie schon zur 3D-Entwicklung hinbewegt hatte, ist nicht ganz klar, aber die Rivalität zwischen Nintendo, PlayStation und Sega haben sicherlich dazu beigetragen die Limitationen der 3D-Entwicklung immer wieder und wieder zu brechen und neue Höhen zu entwickeln.
Der Fortschritt in diesen Jahren ist wahrlich wahnsinnig; Jede Technologie aus dem Bereich IT (Informationstechnologie) und der elektronischen Unterhaltung verbesserte sich beinahe exponentiell. Nicht umsonst wirken die 1990er so magisch auf uns; In jedem Jahr gab es Innovationen und spürbaren Fortschritt; Jedes Jahr wurde bunter, lauter und interessanter; Wahnsinn!

The Legend of Zelda: Ocarina of Time: Die Hoffnung!
Im Sinne des Spiels stellt der Held der Zeit die Hoffnung von Hyrule dar. Die Hoffnung, dass das Königreich erblüht; Die Hoffnung, dass das Unheil besiegt wird.
Wie wir nun wissen, ist diese Hoffnung nicht zwingend eingetreten; Die Geschichten der Zelda-Spiele haben einen Ankerpunkt, an denen sich die Zeitlinien der Geschehnisse, der Legenden, trennen; Und freilich liegt alles am Held der Zeit.
Beim Fall des Helden gewinnt das Unheil und Hyrule versinkt im Chaos. Der Verbannungskrieg (The Imprisoning War) folgt und die Geschichte von A Link to the Past (SNES; 1991) beginnt.
Beim Triumph des Helden überzeugt der Held als Kind das Unheil zu verbannen, bevor Hyrule ins Chaos gestürzt wird. Daraufhin reist das Kind mit einem mysteriösen Wesen und einer unheilvollen Maske in ein seltsames Land in Majora’s Mask (N64; 2000); Und die Verbannung des Unheils führt zu der Zwietracht in Twilight Princess. (NGC; 2006)
Während in der Zeit des aufgetauchten erwachsenen Held der Zeit erst Frieden herrscht und alsbald das gesamte Land durch das Fehlen des Helden untergeht in The Wind Waker. (2002)
Das 1998 erschiene Ocarina of Time auf der Nintendo 64 präsentiert sich heutzutage also als ein enormer Meilenstein in der Zelda-Geschichte. Eine Tatsache, die von dem enormen Erfolg des Spiels und der hohen Beliebtheit untermauert wird.

Motiv: Halte das Böse auf!
Die Entstehung der Welt…
Durch drei mächtige Göttinnen wurde die Welt geformt.
Din, die Göttin der Kraft und repräsentiert durch Feuer, formte die Welt so wie wir sie kennen.
Nayru, die Göttin der Weisheit und symbolisiert durch das sprudelnde Wasser, gab der Welt Gesetze, Wissen und ließ Seelen in den Flüssen sprudeln.
Farore, die Göttin des Mutes und erblühend in Natur und Wind, offenbarte der leblosen Welt mutig das Dasein; Das Leben wurde der Welt offenbart und alsbaldig kamen die ersten Lebewesen aus den Flüssen und Tälern hervor und wenige Momente später wurden die ersten Gedanken geäußert.
Das heilige Triforce, ein Symbol dieser Göttinnen, soll ebenso von ihnen geschaffen worden sein und birgt immense Kräfte.
Kräfte, welche aus den überlieferten Legenden in drei Seelen übergehen. Einem Mann, nach Kraft gierend, einer Frau, vor Weisheit strotzend, und einem Kind, vom Mut erfüllt.
Auch in dieser Legende vermögen sich die Mächte wieder in diese drei Seelen zu verbergen. Und eine eilende Fee, ein schlafender Junge und ein erkrankter Baum seien die ersten Säulen dieser Legende…

Look and Feel: Anvisieren und los!
Kaum im Deku-Baum angekommen – ja, der erkrankte Baum muss tatsächlich vom jungen Helden Link begutachtet werden, indem Link in ihn hineingeht und dort die Monster beseitigt – lernt man schon ein wesentlich wichtiges Gameplay-Feature schätzen; Das Kennenlernen dieses wird durch ein gesprächiges Kokiri-Mädchen, eine Art Waldelf, übernommen.
Die Rede ist von dem Anvisieren. Mit Ocarina of Time erschien der allererste 3D-Action-Adventure-Titel von Nintendo und zudem auch noch der erste dieser Art für die Zelda-Reihe. Nebst zahlreichen Items, den Dungeons mit verschlossenen Türen und Schalterrätseln gesellt sich hier nun ein weiteres wichtiges Merkmal für Zelda-Spiele dazu. Die Möglichkeit Gegner gezielt anzuvisieren, um sie so nicht aus den Augen zu lassen.
Ganz wichtig, um die Nuss-schießenden Dekus abzuwehren oder das große Auge des ersten Bosses namens Gohma nicht aus den Augen zu verlieren.
Außerdem ist man hier als Spieler nun in der Lage nebst Schwert und Schild auch bis zu drei Items zusätzlich ausrüsten zu können. Das führt nicht nur dazu, dass das Erkunden der Dungeons angenehmer wird, sondern auch die Gestaltung dieser, wie auch die Oberwelt, detailreicher sind und mehr Fokus auf einzelne Items erlauben. Ein starker Kontrast zu dem Item-Tausch-Chaos aus Link’s Awakening.
Sowohl die Grafik wie auch der Sound sind so zeitlos wie bei beinahe jedem Zelda-Spiel, doch hier scheinen beide Aspekte den Zahn der Zeit noch besser überstanden zu haben. Insbesondere wenn man das Spiel mit 3D-Action-Adventures aus der gleichen Ära vergleicht; da kommt einem Ocarina of Time wirklich gut gealtert vor.
Mindestens genauso gut gealtert wie Link in diesem Spiel. Ja, man spielt in Ocarina of Time nicht nur eine Version von Link, sondern zwei: Als Kind und Erwachsener
Beide Versionen haben Unterschiede aber auch Gemeinsamkeiten. Innerhalb des Spiels ist es auch notwendig zwischen beiden Versionen hin und her zu wechseln, um einen Fortschritt im Spiel zu erzielen.

Fazit: Ein Epos!
Ja, The Legend of Zelda: Ocarina of Time ist ein wahrer Epos und im damaligen Zeitgeist ein echtes Meisterwerk. Logisch, das Spiel bahnte neue Wege in der Videospielentwicklung und revolutionierte die Third-Person-Kamera in 3D-Spielen und brachte Gameplay-Elemente zum Vorschein, die man heutzutage in allen großen 3D-Franchises mit Third-Person-Look wiederfindet. Allein darüber könnte ich vermutlich eine eigene Artikelserie schreiben, um die einzelnen Mechaniken auseinanderzunehmen und bekannte Spiele zu nennen, die diese wiederum weiterentwickelt haben.
Persönlich ist Ocarina of Time im Hinblick der Steuerung und des Komforts im Vergleich mit modernen Spielen nicht unbedingt ein sonderlich angenehmes Spiel, da man heutzutage schlichtweg besseres gewöhnt ist und es ist auch nicht gar so zeitlos im Gameplay wie die 2D-Zeldaspiele oder andere 3D-Vertreter, die in dieser Artikelserie noch kommen, aber es hat wie bei so vielen Spielern einen ewigen Platz unter den ganz großen Titeln in meinem Herzen.
Spezial-Score:
| Kategorie | Punkte |
| Motiv | 10 |
| Steuerung | 8 |
| Präsentation | 10 |
| GESAMT | 93 % |

The Legend of Zelda: Majora’s Mask: Die Trauer!
Das Spiel hätte es beinahe nicht gegeben! Ursprünglich wollte Nintendo hier nämlich eine verbesserte Version von Ocarina of Time rausbringen, um die geplante Disk-Erweiterung der N64 (64DD) zu bewerben, doch das ursprüngliche Entwicklerteam von Ocarina of Time hatten hierzu eher wenig Motivation aufbringen können. Stattdessen wurden sie herausgefordert ein neues Spiel mit den bestehenden Assets aus Ocarina of Time zu entwickeln. Und in nur 15 Monaten ist ihnen das auch mit viel Herzblut – und freilich auch Überstunden – mit dem 2000 erschienenen Majora’s Mask gelungen.
Mit rund der Hälfte an verkauften Einheiten (OOT: 14 Millionen, MM: 7 Millionen) weltweit ist das Spiel heutzutage zwar kein echter Hit gewesen, aber es hat doch eine, wenn nicht die größte, faszinierte Fanbase innerhalb des Zelda-Universum erschaffen. Gerade die einflussreiche Creepypasta namens „Ben Drowned“ hat die Internetkultur in den letzten 25 Jahren stark geformt.
Und was meine ich hier mit „Trauer“? Nun, das obliegt ein wenig dem Spieler des Spiels, doch so viel sei gesagt: In meinen Augen bietet das Spiel eine künstlerische Sichtweise auf die fünf Stadien der Trauer nicht unbedingt nur innerhalb der Handlung, sondern auch in dessen Präsentation: Leugnung (Denial), Wut (Anger), Verhandeln (Bargaining), Depression (Depression), Akzeptanz (Acceptance)

Motiv: Hol die Maske!
Streiche zu spielen macht Spaß! Unter Freunden ist das doch auch normal, oder? Wieso also…WIESO ALSO?! WAS IST GESCHEHEN?!
…Ich fühle mich einsam…Ich fühle mich wütend…Ich fühle mich traurig…Ich fühle mich nicht ich selbst…?
Ich…Ich lasse einfach den Mond herabstürzen und dann ist alles gut…Ja, ich vernichte einfach alles, dann ist die Leere in mir weg! Nein ich will…KLAPPE!
…
Du verstehst doch sicher, dass ich SIE wiederhaben möchte, ja? Niemand kann genau sagen, was geschehen wird, wenn ER SIE behält. Wobei ein Blick gen Himmel wohl schon vieles verrät. Ob du es aufhalten kannst? Ha! Das ist hier doch gar nicht die Frage! Du hast sowieso keine Wahl! Schließlich sollst du mir SIE besorgen, klar?! Ohne SIE wirst du hier auch nicht fortkommen und ohne SIE wird in drei Tagen…
Wie soll ich sagen? Hm, Du bist einem wirklich schrecklichen Schicksal begegnet, nicht wahr? Und jetzt los: Bring SIE zu mir!
Termina ist ein mysteriöses Land mit einem seltsamen Fluch, der auf ihm lastet. Ein Kobold mit einer mysteriösen Maske ist aufgetaucht und hat das Land und jeden Bewohner darin verflucht. In drei Tagen stürzt der Mond auf das Land und alles wird sterben. Doch der Held der Zeit, verschleppt durch ebendiesen Kobold, im Besitz der Okarina der Zeit hat die Macht die Zeit gefügig zu machen und sie zurückzudrehen.
Und jener Held bist abermals Du. Wirst du es schaffen Termina vor ihrem Untergang zu bewahren?
„Das Festival in Unruhstadt wird nach wie vor stattfinden. Das Fest ist eine Tradition. Als ob der Mond herabstürzen würde. Nonsens!“
„Dieser verfluchte Affe! Verdammt sollen alle Affen sein, zur Hölle mit ihnen! Sie haben meine Tochter entführt! Sie sollen alle leiden!“
„Noch ist es nicht zu spät. Wir können das immer noch schaffen. Wenn wir das machen, dann können wir die Kälte sicherlich zurückhalten. Ich muss alles Mögliche versuchen. Unsere Heimat muss noch zu retten sein. Es muss so sein!“
„Die Welt ist so still. Unsere Band…wie sollen wir nur Musik machen…Meine Stimme…Wieso ist sie auf einmal so leise und wieso fühlt sich mein Herz so leer an? Wieso musste das alles geschehen…“
„Wir haben den Krieg verloren, aber wir sind immer noch hier, nicht wahr? Niemand kann uns das nehmen. Wir werden auf ewig in unserem Land verweilen…sollten wir das? Ich habe das Gefühl wir sollten uns fortbewegen…ob wir das wohl hinbekommen?“

Look and Feel: Und alle drei Tage grüßt der Mond!
Wie in Ocarina of Time kannst du mit dem Held der Zeit spielen, nur das er dieses Mal tatsächlich die ganze Zeit ein Kind bleibt, doch keine Sorge: Auch er schafft es sich zu verwandeln.
Nebst ein paar Verbesserungen in der Dynamik des Helden, er macht jetzt teilweise Saltos beim Springen und springt gefühlt etwas höher und schneller, steuerst du ihn wie gewohnt durch die 3D-Spielwelt. Das Ziel von Majora’s Mask ist ähnlich zu den meisten Zelda-Spielen. Dungeons/Tempel wollen erkundet werden und die darin enthaltenen Artefakte geborgen werden, um schließlich den Endboss des Spiels herausfordern zu können. Auf dem Weg durch die Tempel erhaltet ihr auch Items, die wiederum bei der Erkundung der Spielwelt hilfreich sein werden. Aber um die vier Tempel überhaupt bereisen zu können müssen ein paar besondere Dinge gemacht werden: Man muss den Tagesablauf der Bewohner kennen, ihnen helfen und die richtigen Masken parat haben.
Bei Majora’s Mask stehen die Masken im Vordergrund. Während sie in Ocarina of Time nur ein Zeitvertreib waren, mit wenig echtem Nutzen, so sind sie hier nun ein wichtiger Bestandteil des Gameplays. Masken erhältst du ihm Laufe des Spiels von den Bewohnern.
Drei der 24 Masken lassen dich zu Abbildern derer werden von denen sie stammen: Deku, Goron, Zora
Bei Verwandlung in einer dieser ändert sich auch die Steuerung von Link. Als Deku-Link kann er zum Beispiel Blasen schießen, als Goron-Link Felsen zertrümmern und als Zora-Link mühelos im Wasser schwimmen.
Um Masken zu erhalten, müssen bestimmte Aufgaben gelöst werden. Dabei sollte man als Spieler auf die Tagesabläufe der involvierten Person achten. Je nach Tag und Uhrzeit verhalten sich die Bewohner des Landes wohlmöglich unterschiedlich. Auch beeinflussen deine Taten an den unterschiedlichen Tagen den folgenden Tag oder die folgende Nacht.
Eine jede Maske hat ihren eigenen Zweck und ist unterschiedlich einsetzbar und nützlich. Man muss nicht alle Masken sammeln, um das Spiel durchzuspielen, aber es erleichtert das Ende des Spiels enorm und schaltet nebenbei auch das vollständige Ende frei.
Genauso schwer wie ich mich schon tue das Gameplay kurz zu erläutern fällt es mir auch schwer die Präsentation des Spiels auf den Punkt zu bringen. Gestalterisch ist das Spiel eindeutig detaillierter als Ocarina of Time, was aufgrund der kleinen Spielwelt durchaus Sinn macht. Auch haben die einzelnen NPCs, ja deren Modelle gab es auch schon in Ocarina of Time, nun mehr Persönlichkeit und besitzen mehr Emotion in ihren Bewegungen.
Je nach Tag und Uhrzeit wirkt das Spiel teilweise sehr fröhlich und bunt oder auch düster und schaurig. In Sachen Leveldesign ist hier gerade der Felsenturm-Tempel wie auch Dämmerwald-Tempel sehr positiv in meiner Erinnerung geblieben. Beide glänzen auch mit einem fantastischen Soundtrack, doch dieser ist wie gewohnt im gesamten Spiel super gelungen, wobei man fast sagen könnte, dass Majora’s Mask-Sounddesign evtl. Ocarina of Time übertreffen könnte, gerade deswegen, weil die Okarina im Spiel gefühlt eine deutlich zentralere Rolle hat als beim Vorgänger.

Fazit: Unbeschreiblich!
Für mich ist Majora’s Mask genau das: Unbeschreiblich
Es gibt wenig was ich über Majora’s Mask – ja auch im Anblick meiner vielen schon geschriebenen Worte – sagen könnte, ohne gleich direkt in eine volle Dissektion des Spiels einzutauchen und einzelne psychologische, philosophische und technische Aspekte des Spiels zu zerlegen. Das Spiel bietet ein unglaubliches Diskussionspotential, was wohl auch zu der starken Fangemeinde des Spiels geführt hat, da das Spiel einfach zum Reden und Austauschen anregt, allein schon damals, wo das Spiel erstmal durchgespielt werden wollte und kryptische Abfolgen im Spiel erstmal erkannt werden mussten – ja, ich habe eines der offiziellen Lösungsbücher für das Spiel verwendet, um mir das zu „ersparen“.
Die Inszenierung des Spiels is phänomenal, einzig die Steuerung und Teile des Gameplays halten mich persönlich davon ab, dass Spiel wirklich als ein sehr gutes Spiel (90+) zu werten.
In Kurz:
- Zu häufiges Wechseln der Items/Masken auf zu wenige Plätze (3)
- Nerviges Abwarten der relevanten Szenen für den Fortschritt (geschuldet durch Lösungsbuch und N64-Version => Nintendo 3DS-Version macht das besser)
- Verkrampfte Zora-Maske-Wassersteuerung
- Abermals wiederholende Abläufe, um neue Szenen zu entlocken. (Landurkunden = „Passierschein A38“-Ähnlichkeit)
- Dem Setting nicht angemessenen leichten Schwierigkeitsgrad
- Dem Setting nicht angemessener Altersfreigabe (N64 USK: 6 Jahre, 3DS USK: 12 Jahre)
- Teils zusammenhanglos erscheinende Inhalte für manche Masken
- Nicht jede Maske ist bedeutsam
Gerade weil ich das Spiel in seiner Handlung und Präsentation sehr liebgewonnen habe, sah ich mich jetzt hier tatsächlich etwas gezwungen, meine doch eigentlich eher lose Spezial-Wertung, etwas genauer zu erklären, da das Spiel andernfalls problemlos eines meiner Lieblings-Zelda-Spiele wäre, doch so erzielt es bei mir leider beinahe keinen Wiederspielwert.
Spezial-Score:
| Kategorie | Punkte |
| Motiv | 10 |
| Steuerung | 6 |
| Präsentation | 10 |
| GESAMT | 87 % |

Schlusswort: Atemberaubende Legenden!
Bereits eingangs habe ich schon erwähnt, wie schwierig es ist über diese beiden Spiele zu schreiben; man muss beinahe befürchten immer etwas Falsches zu schreiben, da beide Spiele durchaus legendär sind. Majora’s Mask mag zwar nicht das beste Spiel der Welt (laut Metacritic) sein, aber es überwältigte die Spieler mit seiner unbeschreiblichen Handlung und Bildgewalt; währenddessen überwältigte Ocarina of Time jeden Spieler mit seiner unglaublichen Spielbarkeit und Größe; Wobei hier hauptsächlich die Persönlichkeiten der Charaktere hervorstachen und die Wiedererkennbarkeit eines jeden Details des Spiels. (laut Metacritic das beste Spiel der Welt mit einer 99-Wertung)
Retrospektivisch betrachtet ist die Entwicklung beider Spiele ein Enigma. Und auch wenn Nintendo nicht gerne über die Entwicklungen dieser Spiele berichtet, oder gerade deswegen, ist mir durchaus bewusst, dass die Entwicklungszeit beider Spiele keine einfache gewesen sein musste. Ich kann mir gut vorstellen, dass in beide Spiele buchstäblich Blut, Schweiß und Tränen geflossen sind, anders kann ich mir nicht vorstellen, wie solche überwältigenden Titel in einer solchen kurzen Zeit entstehen können.
Hut ab an jeden einzelnen Beteiligten, die diese Meisterwerke ermöglichten!

Vorschau: Farbige Orakel!
Zelda-Spiele von einem anderen Entwickler außer Nintendo?!
In den 1990ern ging das mit den CD-i-Spielen gehörig schief, ob das nun mit Flagship, heutzutage zu Capcom gehörig, besser funktioniert?
Uns erwartet eine Reise in zwei kunterbunte Welten, geführt von zwei mysteriösen Orakeln. Mal sehen, ob wir die Jahreszeiten oder auch die Zeit gut im Griff haben werden!
Viel Spaß beim Zocken!