Bowser Junior will die Schmach seines Vaters nicht nur rächen, sondern selbigen auch noch retten. Dafür schmiedet er einen diabolischen Plan, für den er eine Prinzessin entführen muss. Aber nicht Peach… Sondern die Sternenprinzessin Rosalina! Peach wird unterdessen aber angefleht die Entführte zu retten. Mario und Luigi eilen der Prinzessin hinterher – mit Bowser im Schlepptau. Kann das gut gehen und wird der Plan des kleinen Koopa-Prinzen aufgehen?
Inhaltsverzeichnis:
Autor: Alex (in Kooperation mit „Kino mit Alex“)
Handlung: Alles andere als eine „Gute Nacht Geschichte“
In einer weit entfernten Galaxie leben viele kleine Lumas gemeinsam mit ihrer Sternenmutter Rosalina in einem geschützten Haus. Rosalina erzählt ihren Lumas gerne Geschichten von den Helden einer anderen Galaxie: Peach, Mario oder Donkey Kong. Warum und woher Rosalina diese Geschichten kennt ist bislang ihr Geheimnis. Eines Abends jedoch wird der Frieden der Lumas und Rosalina gestört, als das Haus angegriffen wird und die Prinzessin entführt wird. Hinter der Entführung steckt der kleine Bowser Junior, der das Erbe seines Vaters nicht nur angetreten hat, sondern seine ganz eigene „Gute Nacht Geschichte“ in die Wirklichkeit bringen will und dazu braucht er eine mächtige Prinzessin wie Rosalina. Die Lumas wissen wen sie jetzt brauchen: Die Helden aus ihren Geschichten.
Als Prinzessin Peach den Hilferuf erhält zögert sie nicht und macht sich kurzerhand auf den Weg die verschwundene Prinzessin zu finden. Mario und Luigi erfahren von dem Alleingang der Prinzessin erst als sie schon längst weg ist, beschließen aber sofort ihr hinterher zu reisen. Doch wie soll man eine Prinzessin irgendwo in der Galaxie finden? Eine Frage, die sich sowohl Peach wie auch Mario und Luigi stellen müssen. Letztere haben noch dazu das Problem, dass kurz nach Peaches Verschwinden das Schloss nicht nur angegriffen, sondern auch vollständig zerstört wird und mit ihm wird der durch einen Minipilz geschrumpfte Bowser nicht nur befreit, sondern durch eine nicht durchdachte Aktion von Mario auch wieder in seine originale Größe gebracht.
So lässt sich die Familienzusammenführung der Bowsers kaum mehr verhindern und das bedeutet zusätzliche Gefahr für die entführte Rosalina, aber auch das gesamte Universum, denn die Bowsers wollen eine finstere Rache üben.
Wer wird als erstes sein Ziel erreichen? Mario und Luigi, in dem sie Peach finden und gemeinsam mit ihr nicht nur Rosalina retten und damit Bowser und Bowser Jr. stoppen? Oder sind es die beiden wieder vereinten Koopa-Könige, die die ultimative Waffe aktivieren können?

Cast/Regie: Trotz Star-Power keine Größe
Regie: Aaron Horvath und Michael Jelenic
Cast:
| Rolle | Schauspieler/-in | Synchronsprecher/-in |
| Mario | Chris Pratt | Leonhard Mahlich |
| Prinzessin Peach | Anya Taylor-Joy | Dahlia Mya Schmidt-Foß |
| Prinzessin Rosalina | Brie Larson | Yvonne Greitzke |
| Luigi | Charlie Day | Gerrit Schmidt-Foß |
| Bowser | Jack Black | Tobias Meister |
| Bowser Junior | Benny Safdie | Patrick Roche |
| Toad | Keegan-Michael Key | Dirk Petrick |
| Kamek | Kevin Michael Richardson | Timmo Niesner |
| Fox McCloud | Glen Powell | Martin Kautz |
| Yoshi | Donald Glover | keine Synchronisierung |
Inszeniert wurde der Film wie auch schon sein Vorgänger vom frisch gebackenen Regie-Duo Aaron Horvath und Michael Jelenic, die vor den Mario-Brüdern nur den Film „Teen Titans Go! To the Movies“ verantwortet haben. Ob es gut war ein so eher unerfahrenes Team noch einmal an ein Filmprojekt dieser Größe zu lassen verrate ich ein wenig später in meiner allgemeinen Einschätzung. Aber so viel: Ja es gibt junge und weniger erfahrene Regisseure und ja, das gehört auch dazu, dass man solche Erfahrungen macht. Aber schade darf man es trotzdem finden, wenn es den beiden nicht gelungen ist, die zumindest brauchbare Grundlage aus dem ersten Film nicht einmal aufrechtzuerhalten. Denn dass sich Film und Charaktere hier in der Fortsetzung nicht weiterentwickelt haben, muss leider auch ein Teil der Meinung zu diesem Film sein. Sollten die beiden weiter in der Verantwortung für die „Mario“-Filme bei Illumination bleiben, müssen sie sich aus meiner Sicht hier um mindestens 180 Grad drehen und entwickeln, sonst sehe ich für das Franchise aus Filmfansicht sehr dunkle Wolken aufziehen.
Da die Charaktere in „Super Mario Galaxy Film“ jetzt ja nicht wirklich die beste oder überhaupt eine Entwicklung durchmachen, kann ich auch gar nicht so viel über sie verlieren. Aber was ich auf jeden Fall erwähnen MUSS ist eine großartige Verneigung der Verantwortlichen des Abspanns. Denn normalerweise sieht man dort nur die Namen des großen internationalen Main-Casts. Also hier z.B. die Namen Chris Pratt (Mario), Anya Taylor-Joy (Peach), Jack Black (Bowser), usw. Aber in diesem Film ist das anders. Denn dort erwarten uns die lokalisierten Namen der jeweiligen Synchronstimmen. Ich wäre am liebsten aufgesprungen um zu jubeln. Das ist so eine wichtige und großartige Geste in Zeiten, in denen die Stimmen unserer Synchronstars auf billigste Art zu KI-Training verscherbelt werden und ernsthaft die Diskussion geführt wird, ob KI nicht sogar die bessere Alternative wäre. NEIN, ist sie nicht. NIEMALS!
Ich habe mich also unglaublich gefreut dort Namen wie Tobias Meister, Gerrit und Dahlia Schmidt-Voss, Leonhard Mahlich oder Yvonne Greitzke zu lesen. Bitte liebe Studios und Verantwortliche: Nehmt euch ein Beispiel an diesem Abspann und lokalisiert diesen doch bitte! Es ist eine so wichtige und richtige Geste dieser Sparte des Schauspiels gegenüber. Sie sind längst kein „Schattengewerbe“ mehr.
Allgemeine Einschätzung: Filmfans vs. Gaming-Fans
Der „Super Mario Galaxy Film“ ist aus meiner Sicht ein Paradebeispiel für die Frage wann ist ein Film denn ein guter Film und wann ist er ein schlechter Film. Ist es der Fall, wenn er bei der Kinokasse floppt oder toppt? Aus wirtschaftlicher Sicht ist das die logischste aller Antworten – Spoiler; hier wird der Film garantiert NICHT als schlechter Film enden. Oder ist ein Film dann schlecht oder gut, wenn er von Kritikern in den Himmel gelobt oder in Stücke gerissen wird? Oder spricht man von Erfolg oder Misserfolg, wenn sich Fans eines möglichen Referenzwerks hinter den Film stellen oder ihn verurteilen? Ihr merkt schon es gibt das unglaublich viel Diskussionspotenzial und das jüngste Werk aus der Koproduktion von Nintendo und Illumination ist da die perfekte Blaupause!

Warum? Das werde ich jetzt versuchen aufzudröseln, denn ich will in meiner Einschätzung und den restlichen Zeilen dieser Review beiden Seiten gerecht zu werden. Nämlich die Seite eines Filmenthusiasten und die Seite eines Gaming-Fans, der mit den Referenzwerken für den Film aufgewachsen ist und sich durchaus als „Nintendo-Kind“ bezeichnet. Ob das für mich gut ausgeht, finden wir dann im Fazit am Ende heraus. Aber bis dahin überlasse ich mal meinen beiden Persönlichkeiten die Bühne.
Blicken wir zunächst einmal aus der Sicht des Filmfans auf die Produktion, dann werden wir relativ schnell stark resigniert in den Sitz sinken und uns auf eine sehr harte Geduldsprobe einstellen. Denn das, was man normalerweise unter „Dramaturgie“, Handlungsverlauf oder Spannungsbogen versteht, wird man in diesem Film weitestgehend vermissen. Ja in „Super Mario Galaxy Film“ gibt es so etwas wie eine Handlung, aber sie ist mehr Rechtfertigung und Begründung für sehr viel „Leinwandkrach“ und sehr wenig Inhalt. Während man im ersten Film noch eine gewisse Charakterentwicklung beobachten konnte und auch die Dramaturgie eine flache, aber sichtbare Spannungskurve erzeugen konnte, fehlt das in der Fortsetzung komplett. Der Film wirkt wie eine Aneinanderreihung verschiedener Szenen und Clips, die man versucht hat, so zu schneiden, dass noch sowas wie ein Sinn dahinter ist. Es gibt im Film eine angedeutete Handlung zwischen Bowser und seinem Sohn und in einer Art Dreiecksbeziehung dann auch eine Freundschaft zu Mario und Luigi… Aber das verschwimmt im Chaos des Finales komplett und endet im kompletten Desaster.
Auch, dass die im ersten Film angedeutete Geschichte von Peach weitererzählt wird, wie sie denn als kleines Baby ins Pilzkönigreich gekommen ist, ist ein nettes Gimmick zum ersten Film und wird sicherlich auch als Brücke zum dritten Film (so er kommt), dienen. Aber echten Mehrwert liefert auch diese Story nicht. Vor allem aus einem Grund – und der gilt tatsächlich für alle (fast) alle Charaktere: Sie entwickeln sich absolut nicht weiter und man kann ihnen durchaus eine gewisse Seelenlosigkeit vorwerfen. Sie sind Mittel zum Zweck. Sie repräsentieren eine der erfolgreichsten Marken der Videospielgeschichte und sollen dafür sorgen, dass möglichst viele Referenzen aus dieser Welt jetzt auf die Leinwand gehievt werden – koste es was es wolle. Fox McCloud aus „Star Fox“? „Mr. Game and Watch“? „R.O.B.” (der nur in einer Werbung zu sehen war)? „Birdo“, die einen Mini-Auftritt hat und dann zu einem Auftrag entsendet wird, der nie aufgelöst wird… Yoshi…? Die meisten dieser Charaktere liefern Fragezeichen ob ihres Auftritts und ob mit oder ohne ihnen: Die Handlung hätte wahrscheinlich genauso „funktioniert“.
Einzige Ausnahme: Bowser Junior, der kleine Fratz liefert eine großartige Schurkenrolle ab und wirkt in jeder Sekunde gefährlicher als sein berühmter Vater. Sollte es eine Fortsetzung geben, müssen die Verantwortlichen an der hoffentlich positiven Weiterentwicklung dieses kleinen Koopas festhalten!

Wechseln wir doch jetzt einmal die Sichtweise auf den Film und sehen ihn durch die Augen eines Menschen, der seitdem er sich für Videospiele begeistert mit genau den Figuren aufgewachsen ist, die jetzt zum zweiten großen Kinoabenteuer rufen. Und wahrscheinlich könnt ihr euch alleine schon an diesem Satz denken, in welche Stimmungslage wir jetzt sehr schnell abdriften werden. Genau: Ins komplette Gegenteil. Als Fan von Super Mario & Co. war ich begeistert und zwar von der aller ersten Minute als die Lumas und Rosalina zu sehen waren bis zur aller allerletzten Sekunde, als nochmal ein neuer Charakter den Bildschirm in der Post-Credit-Szene betrat. Es mag sich jetzt vielleicht schon so anhören, als wäre es nicht schwer Fanherzen zu erreichen. Doch das ist es überraschenderweise. Sehr schwer manchmal sogar.
Denn gerade im Videospielbereich waren Fans über die Jahrzehnte mit maximal unterdurchschnittlichen Filmen bedacht worden. Erst in den letzten Jahren gab es hier eine deutliche Professionalisierung, wenn es um die Umsetzung von Videospielen in Filmformate geht. Allen voran seien hier denke ich mal die „Sonic-Verfilmungen“ genannt. Aber eben auch die von Mario und seinen Freunden. Nicht weil sie so originalgetreu am Spiel dran sind – das sind sie absolut gar nicht. Aber sie schaffen etwas, was für Fans wichtig ist: Diese Filme transportieren die Essenz, das Gefühl und die Seele des Spiels in den Film. Interessiert es einen Fan, ob die Storyline des Films an dieser Stelle keinen Sinn macht oder gar nicht erst vorhanden ist? Nein!! Geht ein Fan aus dem Sattel, weil er drei Charaktere vorfindet, die ihren letzten gewichtigen Auftritt vor knapp 40 Jahren hatten (ja ich spreche an der Stelle von Wart, Mouser und Birdo)? OH JA UND WIE! Für uns Fans ist es nicht immer wichtig, ob ein Film die filmischen Kriterien meistert oder überhaupt erfüllt. Für uns ist wichtig, dass das Referenzwerk im Film gewürdigt und wiedererkennbar ist. Fast so ähnlich wie bei einer Buchverfilmung, nur vielleicht noch emotionaler behaftet.
Und die Verantwortlichen von „Super Mario Galaxy Film“ machen genau das – zumindest in ihren besten Momenten. Denn und das gehört dann schon auch zur Wahrheit dazu: Die ganz große Bandbreite und schiere Überflutung durch Referenzen hat es jetzt aus meiner Sicht in der Fortsetzung nicht gegeben. Da hat der erste Teil für mich noch etwas mehr die Nase vorne. Vielleicht liegt das auch daran, dass ich die im Namen versteckten „Mario Galaxy“-Spiele nicht so intensiv gespielt habe. Aber auch das ist dieser Fanmoment; selbst wenn man nicht so tief in der Materie drin ist, kann man erkennen oder zumindest erahnen, dass die Verantwortlichen durchaus darüber nachgedacht haben, was sie wann und wie platzieren.
Technik/Bild: Der schillernde Star des Films
Es gibt aber auch Positionen und Bereiche im Film, da sind sich meine Film- und Gamingpersönlichkeit durchaus einig in ihrer Meinung und das ist so ziemlich alles was in den technischen Gewerken des Films passiert ist und wir am Ende auf der Leinwand nicht nur bestaunen, sondern auch zu hören bekommen, werden. Man kann jetzt relativ einfach und plump sagen, dass die technische Inszenierung von „Super Mario Galaxy Film“ großartig gelungen ist. Aber so einfach will ich es mir nicht machen, zumal ich nicht erst seit diesem Film weiß, dass Illumination großartige Arbeit leistet. Ich zähle mich persönlich seit den ersten „Ich – Einfach unverbesserlich“-Filmen als Fan der Animationsarbeit. Die Arbeiten des Studios besitzen eine ganz eigene Handschrift und haben einen unglaublich großen Wiedererkennungswert. Die Figuren und Animationen von Illumination haben aus meiner Sicht mittlerweile einen ähnlichen Stellenwert, wie die von westlichen Animationsgiganten wie Pixar oder Dreamworks.

Und so überrascht es jetzt natürlich auch nicht, dass die zweite Filmversion von Super Mario hier großartig abliefert. Ich möchte sogar soweit gehen und sagen, dass die Produktionen der beiden Mario-Filme nicht nur die technisch aufwendigsten des Studios waren, sondern auch die mit dem größten Schauwert. Alleine was man hier jetzt im zweiten Film an Actionsequenzen, Explosionen, Zerstörung aber auch wunderschöner weitwinkeliger Landschaftsaufnahmen und Vielzahl an Charakteren implementiert hat… Bemerkenswert reicht hier als Wort fast gar nicht um das zu beschreiben. Stichwort „Explosionen“… Ich möchte das unbedingt noch aufgreifen, weil ich tatsächlich stellenweise mit offenem Mund dagesessen habe. Was in diesem Film kaputt geht, oder explodiert ist teilweise etwas überfordernd. Man hat schon fast das Gefühl, dass Michael Bay da irgendwo im Hintergrund die Fäden in den Händen gehalten hat.
Insgesamt muss man bei „Super Mario Galaxy Film“ konstatieren, dass er erwachsener daherkommt, als sein Vorgänger. Es ist nicht mehr so viel bunt und so viel hell. Ganz viele Szenen sind in einer dunklen Umgebung gedreht, nicht zuletzt die neue Basis von Bowser Junior. Das ist schon alles einigermaßen gruselig. So gruselig und unheimlich, dass ich mich phasenweise gefragt habe, wie es der Film geschafft hat in Deutschland noch die Altersfreigabe „FSK 6“ zu erhalten. Es muss eine hauchzarte Entscheidung gewesen sein, denn aus meiner Sicht hätte dem Film durchaus auch eine „FSK 12“ gestanden. Nicht nur wegen eines recht deutlichen „Fuck“ (oder ähnlichem Wort).
Ein weiterer Punkt im „Super Mario Galaxy Film“, der einfach nur großartig ist, ist etwas das man nicht sieht, sondern hören muss. Denn was Bryan Tyler (u.a. „Grazy Rich“, „Die Unfassbaren – Now you See me“-Franchise, „Fast & Furious“-Filme seit „Tokyo Drift“) hier als Soundtrack gezaubert hat, ist aller Ehren wert. Ich war ja bereits beim Soundtrack zum ersten Teil schockverliebt, damals vor allem aufgrund des hohen Referenzgehalts in seinen Sounds. Deswegen war ich mir jetzt tatsächlich ein bisschen unsicher, ob das beim zweiten Mal auch wieder funktionieren könnte. Und ja, es hat wieder funktioniert, aber nicht einmal wegen der Referenzen. Die waren natürlich auch wieder vielfältig da und natürlich auch mit gewissem Überhang zu den „Mario Galaxy“-Games. Aber ich mochte den Soundtrack dieses Mal vor allem wegen seiner Dringlichkeit, Präsenz und schieren Wucht. Ich mag es generell, wenn sich ein Soundtrack nicht allzu sehr hinter den Szenen versteckt und man ihn fast schon akribisch suchen muss.
Bryan Tyler und ein 70-köpfiges Orchester (!!!), haben es hier geschafft nicht nur einen Soundtrack für einen Film zu kreieren. Sie haben einfach eine musikalische Antwort auf das geliefert, was die Bilder machen. Es ist eine akustische Interpretation der Bilder. Dauerhaft, laut, wuchtig, manchmal fast schon ein bisschen an einen Lorne Balfe oder Alan Silvestri orientiert, aber immer mit eigener Handschrift. GROSSARTIG!
Fazit: Gamingfilm zum Fürchten oder Jubeln?
„Super Mario Galaxy Film“ ist für mich ein großartiges Anschauungsbeispiel für die Diskussion, ob man einen Film gleichzeitig aus mehren Sichtweisen beurteilen kann. Denn ich habe mir den Film mit zwei Persönlichkeiten angesehen. Zum einen mit der des Filmfans – logisch, oder? Zum anderen aber auch mit der eines Gaming-Fan, der sich seit er denken kann als „Nintendo-Kind“ bezeichnet und gerade mit den Figuren und Spielen rund um „Super Mario“ aufgewachsen ist. Mein persönliches Fazit ist, dass der Film in allen filmischen Aspekten, wie z.B. Charakterentwicklung oder -steuerung und Dramaturgie komplett versagt. Also wirklich komplett. Der Film liefert zwar so etwas wie eine Handlung, aber sie erfüllt selten die Bedingungen dramaturgischer Inszenierungen. Sie ist Mittel zum Zweck. Entsprechend inhaltsleer und fast schon „seelenlos“ wirken die Charaktere in manchen Sequenzen. Das ist eine beunruhigende Entwicklung nach einem zumindest gelungenen Erstling. Ich hoffe für die (sehr wahrscheinliche) Zukunft der Filmreihe, dass es hier eine Kehrtwende gibt.
ABER aus Sicht eines Fans von Videospielen und vor allem denen in diesem Film dargestellten Charakteren und Referenzen war „Super Mario Galaxy Film“ eine weitere großartige Filmerfahrung. Ich habe die vielen verschiedenen Referenzen in Form von Charakteren, optischen oder akustischen Referenzen geliebt und konnte mich kaum an ihnen satt sehen. Das ist eine Liebeserklärung an Nintendo und an die Werke von Mastermind Shigeru Miyamoto.
Und was beiden „Fan-Lagern“ in mir gefallen hat: Die optische und vor allem akustische Inszenierung dieses Films. Das was die Verantwortlichen – allen voran Komponist Bryan Tyler – hier gezaubert haben, war ganz großes Kino!
Und welches Fan-Herz überwiegt jetzt? Für mich ganz klar: Das Gaming-Fanherz!

Infosammlung
| Originaltitel | The Super Mario Galaxy Movie |
| Deutscher Titel | Der Super Mario Galaxy Film |
| Studio / Publisher | Illumination Entertainment / Nintendo |
| Deutscher Kinostart | 01. April 2026 |
| Filmlänge | 99 Minuten |
| FSK-Einstufung | 6 Jahre |
Trailer
Disclaimer
Dieser Beitrag ist in Kooperation mit dem Film-Blog „Kino mit Alex“ betrieben. Dabei handelt es sich um ein weiteres Projekt des Autors dieses Beitrags 🙂
Wenn ihr also neben Gaming auch Freude an Filmen aller Art habt, dann schaut doch gerne mal vorbei!
