Die Geschichte von Hyrule wird nicht linear erzählt. Viele Legenden existieren und bieten Möglichkeiten unterschiedlich interpretiert zu werden. Doch die heutige Geschichte ist das Ende sowie der Anfang des Volkes von Hyrule. Wie kam es zu dem Dreiergespann, dessen Schicksale mit dem Triforce verwoben sind?

Konsole: Nintendo Wii, Nintendo DS

Autor: Phil-kun

Inhaltsverzeichnis:

Thema: Bewegende Anfänge!

Die Entwicklung des heutigen Spiels begann als eine Fortsetzung des Gameplays von Twilight Princess. Im Laufe der Entwicklung wurde aus dem düsteren Grafikstil ein bunter und malerischer; Und die Geschichte des Ursprungs von Hyrule entstand langsam, aber sicher.

Damit entstand auch Hyrule Historia ein Buch, welches viele Entwicklergeheimnisse und Designentscheidungen beschreibt. Es ist zudem auch eine Enzyklopädie über die ersten 25 Jahre des Franchises. Darin befindet sich auch ein heiß diskutiertes Thema, endlich offiziell von Nintendo adressiert: Die Timeline (Zeitlinie) von The Legend of Zelda!

Die Timeline von The Legend of Zelda ist laut Nintendo nicht linear. Die einzelnen Geschichten passieren auch nicht chronologisch mit dem Erscheinen der Spiele. Sie sind ineinander verwoben und versteckt. Die ersten Spiele für den Famicom/NES waren die letzten laut der damaligen Timeline, und unser erster Titel des heutigen Artikels ist der Anfang dieser Timeline.

Und die Zelda-Timeline ist auch nicht einlinig, sondern mehrlinig. Die Timeline spaltet sich an einem Punkt, Ocarina of Time, auf und geht von dort in drei verschiedene Wege und somit in drei verschiedene Versionen von Hyrule:

  • Der Held gewinnt
    • Die Zeitlinie des erwachsenen Links
    • Die Zeitlinie des jungen Links
  • Der Held stirbt
    • Die Zeitlinie ohne Link

The Legend of Zelda: Skyward Sword: Hinab!

Bereits 25 Jahre gibt es Zelda schon zum Zeitpunkt des Erscheinens von Skyward Sword. 2011 ist das Spiel erstmalig für die Nintendo Wii erschienen und bot damals ein echtes Spielerlebnis mit dem Wii MotionPlus, fernab von den üblichen Sport- und Spaßspielen, welche dieses Feature hauptsächlich nutzten.

Skyward Sword stellt das erste Aufschwingen der legendären Klinge des Helden im grünen Gewand dar. Und nicht nur das: Es soll auch tatsächlich der Anfang der gesamten Zelda-Timeline sein. Hier wurde erstmalig die Rolle des grünen Recken buchstäblich bekleidet, die weise Prinzessin ins Rampenlicht gerückt und der Groll des Bösen auf die Welt gelassen. Ebenso wurde hier auch erstmalig das Triforce eingesetzt und damit auch die erste Legende von Zelda erzählt.

Ganze fünf Jahre war dieses Spiel in Entwicklung, was tatsächlich zur damaligen Zeit noch eine Seltenheit war. Heutzutage sind Entwicklungszeiten von einem Spiel dieser Größe von fünf Jahren der Branchenstandard, ebenso sind auch Spiele in dieser Größe mittlerweile der Branchenstandard.

Doch nicht nur soll Skyward Sword der Anfang der Geschichte von The Legend of Zelda sein, sondern es soll sogar der Anfang einer völlig neuen Ära von Zelda-Spielen werden. Viele der damaligen Experimente und Änderungen in Skyward Sword ermöglichten einige Jahre später das Erscheinen des ersten „echten“ Open World-Zeldatitels.

Noch eine kleine Anekdote hierzu:

Die Farbe von Skyward Sword ist rot, wie die Kraft, die Göttin Din und wie Ganondorfs Haare und die Haare der Geruden.

Die Farbe von Breath of the Wild ist blau, wie die Weisheit, die Göttin Nayru und wie das royale Blau von Zelda und der Shiekah.

Die Farbe von Tears of the Kingdom ist grün, wie der Mut, die Göttin Farore und wie das grüne Gewand des Helden Link und der Sonau.

Auch die jeweiligen Handlungen der drei Spiele spiegeln die jeweiligen Charakteristiken der drei Teile des Triforce wider. So gesehen, kann man die drei Spiele also die Triforce-Trilogie bezeichnen.

Motiv: Erdrette Hyrule!

Einst war Nichts. Aus dem Nichts entsprang ein goldener Funke. Die Göttin Hylia erschuf das Sein. Ihr Drang dem Nichts Leben einzuhauchen, ließ sie drei Göttinnen herbeirufen, um Lebensraum für Lebewesen zu schaffen. Es wurden Welten erschaffen. Eine dieser Welten gefiel Hylia besonders gut und so ließ sie die drei Göttinnen auf dieser Welt Leben erschaffen. Din, die Göttin der Kraft, formte Berge, Täler und Landschaften aus kargem Stein und Mineralien. Nayru, die Göttin der Weisheit, ergoss ihre Weisheit über das Land und formte Flüsse und Seen voll mit lebensnotwendigen Wasser angereichert mit dem Wissen über das Leben. Farore, die Göttin des Mutes, ließ das Leben sprießen. Durch sie wuchsen Wälder, Wiesen und die Natur erstrahlte. Im Zusammenspiel der Elemente und der Göttinnen entstanden so auch die ersten Lebewesen und Zivilisationen. Doch wo Licht ist, muss es auch Schatten geben. Durch die Schöpfung der Welt wurden dunkle Mächte beschworen, welche die Welt wieder in das Nichts zurückverwandeln möchten. Aus diesen Mächten entstand ein mächtiger Dämonenkönig namens Todbringer. Er war es schließlich der eine unbeschreibliche Verwüstung über das Land brachte.

Um das Volk das Hylia am nächsten war zu schützen, verkörperten die drei Göttinnen Din, Nayru und Farore ihren Wunsch die Welt zu retten in ein mächtiges Artefakt namens Triforce. Jenes Wesen, welches das Triforce berühren würde, würde dessen Wunsch erfüllt bekommen, sofern das Wesen von reinem Herzen sei. Hylia versteckte das Artefakt inmitten des Landes ihres lieben Volkes und ließ das Volk samt Land gen Himmel emporsteigen, sodass das Erdreich von dem Dämonenkönig befreit werden kann. Hylia nutzte ihre Kraft, um den Dämonenkönig unter die Erde zu verbannen und versiegelte die Bannstätte mit einem mächtigen Siegel, dabei verbrauchte Hylia zu viel von ihrer Macht und so sagte die Göttin ihre Unsterblichkeit ab und wurde Jahrhunderte später als Sterbliche in ihrem geliebten Volk wiedergeboren.

Die Zeit verging und kaum jemand wusste noch, dass es ein Reich unter den Wolken gab. Heute stand eine wichtige Zeremonie an und Zelda, die Tochter des Dorfvorstehers, suchte schon leicht genervt nach ihrem Kindheitsfreund, welcher sicherlich wieder alles verschläft, obwohl heute doch sein großer Tag sein soll!

Währenddessen tat sich ein Riss im Siegel der Göttin auf und Dunkelheit begann aus ihm herauszuquellen.

Look and Feel: Fliegen und Schwingen!

In einem Moment hat man noch einen netten Flug durch die Lüfte und im nächsten Moment ist man der auserwählte Held im grünen Gewand und schwingt ein legendäres Schwert, welches einst die Göttin Hylia selbst zurückgelassen hat, um das Böse darin verbannen zu können. Und das Schwert hat allen Übels auch noch eine Seele und spricht mit dir!

Na gut, Phai ist eigentlich recht sympathisch, wenn sie nicht alle fünf Sekunden wegen den fast leeren Batterien nervt; In Skyward Sword spielt man nun also einen Helden, der erstmalig einen Schritt auf den festen Erdboden macht und dabei noch ein heiliges Schwert führt. Und gerade das Schwertführen ist das besondere an Skyward Sword. Denn hier schwingst du das Schwert tatsächlich selbst umher und das noch immersiver als bei Twilight Princess, denn man muss das Schwert tatsächlich so schwingen wie man es eben braucht: vertikal, horizontal, diagonal oder auch nach vorne stechen.

Hier ist etwas Geschick gefragt und eine gute Verbindung zur Infrarot-Leiste der Nintendo Wii.

Der Aufbau der Spielwelt unterscheidet sich merklich von denen der anderen 3D-Zelda-Spiele. Denn dieses Mal können die einzelnen Gebiete des Spiels nicht nahtlos erkundet werden. Für das Erkunden der einzelnen Gebiete auf dem Erdboden müssen spezielle Zugangspunkte vom Wolkenreich aus angeflogen werden. So unterteilt sich das Spiel also im Grunde in genau vier spielbare Welten: Das Wolkenreich, den Wald, die Wüste und den Vulkan

Im Wolkenreich gibt es vereinzelt kleinere Inseln und das Dorf namens Wolkenhort, in dem die meisten vom Volk der Göttin leben. Hier bewegt man sich hauptsächlich auf dem roten Wolkenvogel von Link vorwärts.

Die drei Gebiete des Erdlands bieten die Dungeons für den Spielforstschritt wie auch eigene einzigartige Lebewesen, welche die einzelnen Gebiete bewohnen. Im Laufe des Spiels kann man insbesondere im Wolkenhort, aber auch in den einzelnen Gebieten des Erdlands Änderungen und teils Wachstum bei den einzelnen Nebencharakteren feststellen, ähnlich wie das auch schon bei Twilight Princess spürbar war, oder bei Majora’s Mask.

Übrigens ist die grafische Gestaltung des Spiels mit seinem besonderen Cel-Shading-Look an den künstlerischen Stil des Impressionismus und des Post-Impressionismus angelehnt. Auch im Bewegbild, also den Cutscenes, gibt es hier erstmalig wirklich viel zu bestaunen: An die 120 Minuten Cutscenes gibt es in diesem Spiel.

Und untermalt wird das ganze freilich auch von einem sehr guten Soundtrack, aber das ist aus meiner Sicht bei allen Zelda-Spielen der Fall.

Fazit: Ein kraftvoller Anfang!

Skyward Sword ist für mich schon immer ein besonderer Titel. Nicht weil ich unbedingt ein Fan von der Bewegungssteuerung bin – glaub mir, dass Spiel ist im HD-Remaster um einiges angenehmer zu spielen, insbesondere weil man hier die Kamera bewegen kann und ohne Bewegungssteuerung spielen kann –, sondern vielmehr deswegen, weil mich die Welt in diesem ersten etwas anders wirkenden Zelda-Spiel schon immer sehr interessiert hat. Es war in meinen Augen das erste Zelda-Spiel, dass nicht komplett typisch Zelda war, sondern hier ein paar neue Ideen reinbrachte, auch wenn daraus resultierend das Dungeondesign etwas eintöniger wurde.

Gerade die Möglichkeit verschiedene Sachen zu sammeln, um die eigene Ausrüstung zu verbessern oder Tränke zu verbessern fand ich damals wie heute eine gelungene Idee. Ebenso auch die Bewegungssteuerung, auch wenn das heutzutage nur noch der Nostalgie wegen gut ist. Auch das erstmalig mögliche Sprinten war eine gelungene Ergänzung.

Skyward Sword wird mir sicherlich immer wieder Spaß machen und insbesondere nachträglich gespielt war das Spiel für mich jetzt eine wirkliche Freude.

Spezial-Score:

KategoriePunkte
Motiv8
Steuerung7
Präsentation9
GESAMT80 %

The Legend of Zelda: Four Swords Anniversary Edition: Mal vier!

Neben Skyward Sword erschien 2011 zum 25. Jubiläum von The Legend of Zelda auch noch ein besonderer Titel, und zwar die Anniversary Edition von Four Swords. In diesem kostenlosen Spiel von The Legend of Zelda kann man das Four Swords-Spiel aus dem Spiel „The Legend of Zelda: A Link to the Past & Four Swords“, welches 2002 für den Game Boy Advance erschienen ist, erstmalig als Einzelspielerkampagne spielen.

Zudem erhielt diese Version auch noch eine eigene Welt mit besonderen Leveln nebst grafischen und inhaltlichen Anpassungen.

Heutzutage ist The Legend of Zelda: Four Swords Anniversary Edition das einzige Zelda-Spiel was man als Lost Media bezeichnen kann, da dieser Download-Titel heutzutage nicht mehr erhältlich ist. Nur Spieler, die damals das Spiel über den DSi Shop oder dem Nintendo eShop des Nintendo 3DS heruntergeladen haben, können das Spiel heutzutage überhaupt noch herunterladen, und es ist absehbar, dass dieser Service wohl in naher Zukunft auch abgeschaltet wird, schließlich ist der Nintendo 3DS bereits seit knapp zehn Jahren nicht mehr in Produktion.

Nintendo selbst will dieses Spiel wohl auch vergessen, da sämtliche Webseiten von Nintendo im europäischen und amerikanischem Raum zu dem Spiel heutzutage nicht mehr zugänglich sind.

Nichtsdestotrotz möchte ich dieses Spiel in diesem Jubiläumsspecial nicht vergessen und dir ein wenig Einblick in diesen fast vergessenen Titel liefern und damit hoffentlich das Spiel auch noch ein klein wenig länger in den Erinnerungen leben lassen.

Motiv: Bezwinge Vaati!

Vaati, ein Zauberer mit der Gabe den Wind zu beherrschen, überfiel einst Hyrule. Ein mutiger Junge schlug Vaati nieder und verbannte ihn in sein Schwert. Der Legende zu Folge war dieses Schwert in der Lage den Jungen in vier Kämpfer zu verwandeln, welche es in gemeinsamer Teamarbeit vollbrachten Vaati zu stürzen.

Die heilige Klinge wurde alsbald als das Schwert der Vier bekannt und eine heilige Stätte wurde um dessen Ruheplatz erbaut. Der tapfere Junge von damals schien nach seinem Triumph spurlos verschwunden zu sein und hinterließ die mächtige Klinge, indem Vaati gebannt wurde.

Etliche Jahre verstrichen ins Land und der Bann wurde schwächer. Schließlich gelang es Vaati aus dem Schwert der Vier auszubrechen und erneut Schabernack zu treiben in Hyrule. Ein junger Schwertkämpfer, ausgewählt von Prinzessin Zelda, machte es sich zur Aufgabe mit diesem Schwert Hyrule zu retten. Und wie es die Legende bereits erzählte, wurden aus einem Schwertkämpfer vier. Zu viert machte sich der neue Held des Schwertes auf, um Hyrule zu retten!

Look and Feel: Zufälliger Abenteuerspaß!

Four Swords Anniversary Edition besitzt vier Level und ein Tutorial. Zusätzlich zum Original bietet diese Version auch noch ein Bonuslevel, welches man freischaltet, sobald man das Spiel einmal durchgespielt hat. Das Bonuslevel nutzt Levelausschnitte aus The Legend of Zelda A Link to the Past, damit bietet dieses Level auch einen ganz eigenen grafischen Stil.

Je Level gibt es immer zwei Abschnitte mit Puzzle und einer Levelstruktur wie aus einem Zelda-Dungeon. Das Ende eines jeden dieser Abschnitte wird durch ein verschlossenes Tor gekennzeichnet. Wieder einmal müssen also die Links hier Schlüssel finden, um voranzukommen.

Nach Abschluss des zweiten Abschnitts muss ein Bossmonster im dritten Abschnitt besiegt werden. Dieser Abschnitt ist pro Level immer gleich. Die beiden anderen Abschnitte werden zufällig aus festen möglichen Levelteilen generiert.

Das Spiel ist beendet, sobald man die ersten drei Level gemeistert hat und im vierten und letzten Level Vaati besiegt.

Je nach Abschluss der drei ersten Level erhält man unterschiedliche Schlüssel für den vierten Level. Genauso erhält man je nach gewählter Version des letzten Levels auch unterschiedliche Versionen des Bonuslevels bis hin zu einer ultimativen Herausforderung. Das gesamte Spiel ist wie bereits erwähnt im Gegensatz zum Original komplett im Alleingang spielbar. Dabei wechselt man manuell zwischen den einzelnen Links hin und her.

Fazit: Ein kurzer Schmaus!

Wie das Original so ist auch die verbesserte Jubiläumsversion ein recht kurzes Vergnügen, auch wenn es einige neue Inhalte spendiert bekommen hat.

Für einen Gratis-Download war das Spiel allemal unterhaltsam und insbesondere für Fans von Four Swords eine absolute Freude.

Mir hat persönlich auch diese Version besser gefallen, da sie allgemein einfach runder wirkte, fast so, als wäre das schon damals der gewollte Inhalt gewesen, den man jedoch nicht mehr in die Kassette des Game Boy Advance-Spiels reinpacken konnte.

Spezial-Score:

KategoriePunkte
Motiv7
Steuerung7
Präsentation8
GESAMT73 %

Schlusswort: Ein neues Zeitalter beginnt!

Mit Skyward Sword wird wirklich ein neues Zeitalter der The Legend of Zelda-Spiele eingeläutet. Zukünftige Releases haben einen deutlicheren Fokus auf Open World-Aspekte und die Neuerkundung alter Titel wird stärker fokussiert, was man auch schon an dem 25-jährigen Jubiläum-Spiel gesehen hat.

Tatsächlich gab es bis dato kaum Remakes von The Legend of Zelda-Spiele. Doch das ändert sich nun in den nächsten Spielen. Die wichtigsten dieser Remakes werden wir uns nochmal näher anschauen. HD-Upgrades sind da nicht eingeschlossen.

Vorschau: Neue Perspektive!

Der Nintendo 3DS erscheint und The Legend of Zelda konnte bereits mit Ocarina of Time 3D eindrucksvoll beweisen, dass der kleine Kasten was auf dem Kasten hat!

Ein altes Abenteuer wird im nächsten Artikel neu gedacht. Dabei wird nicht nur die Perspektive geändert, sondern auch die Dimension. 1D, 2D, 3D; in diesem Titel ist alles dabei!

Darüber hinaus werfen wir auch einen Blick auf das meiner Meinung nach schlechteste Zelda-Spiel aller Zeiten.

Viel Spaß beim Zocken!